Bundeswehrstrukturreform: Hin zu einer partnerschaftlichen Armee?

TitelBundeswehrstrukturreform: Hin zu einer partnerschaftlichen Armee?
Typ der PublikationBook
Publikationsjahr2011
AutorInnenLiebetanz, K, Bastian, B
Anzahl Seiten3 S.
VerlagGemeinschaft Katholischer Soldaten
Kurztext

Die Autoren Klaus Liebetanz und Bertram Bastian befassen sich in dem Beitrag wesentlich mit der Frage „Was ist im 21. Jahrhundert eine professionelle Armee?“ Die Bundeswehr soll nach den Vorstellungen der Reformer professioneller und schlagkräftiger werden. Was aber heißt professioneller? Ist es wirklich professioneller, nur Kampftruppen in Krisengebiete nach Afrika zu entsenden, um dort für „Sicherheit“ zu sorgen? Wäre es nicht professioneller und vor allem nachhaltiger, wenn Kontingente mit ressortübergreifender Kompetenz die lokalen Kräfte in 'failing states' rechtsstaatlich ausbilden würden, damit diese ihre staatliche Stabilität eigenverantwortlich aufbauen und sichern könnten. Dazu wäre u. a. notwendig, dass deutsche Soldaten fremde Sprachen besser beherrschten, vor allem Englisch und Französisch. Ferner müsste intensives interkulturelles Training (mindestens drei Monate) bei der künftigen Ausbildung von lokalen Streitkräften in 'failing states' vorrangig sein. Insgesamt müssten die deutschen Streitkräfte mehr von den jahrzehntelangen Erfahrungen der Entwicklungshilfe lernen, wie „ownership“ und „zielorientierte Projektplanung“ zusammen mit den Betroffenen funktioniert. In diesem Zusammenhang wäre auch sinnvoll, Offiziere und Feldwebel, die in der neuen Struktur nicht mehr benötigt werden (zu viele Häuptlinge und zu wenig Indianer), so auszubilden, dass sie in Zusammenarbeit mit dem BMZ in ausgewählten Staaten der 3. Welt die rechtsstaatliche Sicherheitssektorreform unterstützen. Dies wäre präventiver, nachhaltiger und preiswerter als eine kurzfristige militärische Intervention.

URLhttp://www.katholische-soldaten.de/attachments/137__Auftrag_282_150dpi.pdf
Vollständiger Text