"Aus Gottes Frieden leben - für gerechten Frieden sorgen"

Titel"Aus Gottes Frieden leben - für gerechten Frieden sorgen"
Typ der PublikationBook
Untertitel / SerientitelRat der EKD veröffentlicht neue Friedensdenkschrift (Oktober 2007)
Publikationsjahr2007
AutorInnenN.N.
Anzahl Seiten128 S.
VerlagRat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
StadtGütersloh
ISBN-Nummer978-3-579-02387-8
UID938
Kurztext

Der Rat der EKD hat zum zweiten Mal nach 1981 eine Friedensdenkschrift veröffentlicht. Sie trägt den Titel: "Aus Gottes Frieden leben - für gerechten Frieden sorgen".Die EKD hatte auf die friedensethischen Herausforderungen nach der Wende von 1989/90 mit Orientierungshilfen reagiert, deren vorläufiger Charakter beabsichtigt war. "Schritte auf dem Weg des Friedens" war der für eine Orientierungshilfe aus dem Jahr 1994 mit Absicht gewählte Titel. Als "Zwischenbilanz" wurde ein sich daran anschließender Text "Friedensethik in der Bewährung\" aus dem Jahr 2001 bezeichnet. Ihn verabschiedete der Rat der Evangelischen Kirche wenige Tage vor den Terroranschlägen des 11. September. An Beispielen aus Afrika wurde 2002 das Verhältnis von gewaltsamen Konflikten und ziviler Intervention erörtert. "Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens" hieß der Titel dieser von der Kammer der EKD für Entwicklung und Umwelt verantworteten Studie.Nach dem 11. September 2001 mehrten sich in der kirchlichen und gesellschaftlichen Öffentlichkeit die Stimmen, die von der EKD einen neuen grundlegenden Beitrag zur friedensethischen und friedenspolitischen Orientierung erwarteten. Daher beauftragte der Rat der EKD im Jahr 2004 die Kammer für Öffentliche Verantwortung, eine solche neue Friedensschrift zu entwerfen. Übereinstimmend werden in der neuen Denkschrift Grundsätze und Maximen vertreten, die ebenso einfach wie überzeugend sind: Wer den Frieden will, muss den Frieden vorbereiten. Wer aus dem Frieden Gottes lebt, tritt für den Frieden in der Welt ein. Gerechter Friede in der globalisierten Welt setzt den Ausbau der internationalen Rechtsordnung voraus. Staatliche Sicherheits- und Friedenspolitik muss von den Konzepten der "Menschlichen Sicherheit" und der "Menschlichen Entwicklung" her gedacht werden. Diese klaren Leitgedanken verbinden sich mit konkreten und spezifischen Handlungsoptionen. So ist etwa mit der geforderten Rechtsförmigkeit einer internationalen Friedensordnung der Anspruch verknüpft, dass diese Rechtsordnung dem Vorrang ziviler Konfliktbearbeitung verpflichtet ist und die Anwendung von Zwangsmitteln an strenge ethische und völkerrechtliche Kriterien bindet.Durchgängig wird in der Denkschrift die Notwendigkeit der Prävention hervorgehoben; gewaltfreien Methoden der Konfliktbearbeitung wird der Vorrang zuerkannt; den zivilen Friedens- und Entwicklungsdiensten wird für die Wiederherstellung, Bewahrung und Förderung eines nachhaltigen Friedens eine wichtige Rolle zugeschrieben. Mit dieser Grundorientierung bringt die Evangelische Kirche in Deutschland ihre Stimme in die politische wie in die ökumenische Diskussion ein. Sie versteht diese Denkschrift auch als einen Beitrag zu der vom Ökumenischen Rat der Kirchen ausgerufenen Dekade zur Überwindung von Gewalt (2001-2010).

URLhttp://www.konfliktbearbeitung.net/downloads/file938.pdf
Vollständiger Text