Iran and the New Media - Challenges for International Broadcasters

TitelIran and the New Media - Challenges for International Broadcasters
Typ der PublikationBook
Untertitel / SerientitelNew publication by ifa-Edition Kultur und Außenpolitik
Publikationsjahr2011
AutorInnenEmamzadeh, M-M, Mohseni, M, Khiabany, G, Nouripour, O, Michaelsen, M, u.a.,
Anzahl Seiten130 pp.
VerlagInstitut für Auslandsbeziehungen e. V. (ifa)
StadtStuttgart
ISBNISBN 978-3-921970-93-5
Kurztext

Seit der "grünen Revolution", in der die Zivilgesellschaft mit Mobiltelefonen in Echtzeit ihre "Revolution" in den verschiedenen Tools des Web 2.0 dokumentiert hat und die ganze Welt teilhaben ließ, lässt es keine mediale Berichterstattung aus, die Wirkung der neuen Medien in gesellschaftlichen Umwälzungsprozessen in Ländern mit eingeschränkter Pressefreiheit zu betonen. Jüngstes Beispiel sind die Länder Nordafrikas und des Nahen Ostens. Längst ist jedoch bekannt, dass der Überraschungseffekt, den die Oppositionellen in Iran bei der Nutzung der sozialen Netzwerktools für sich verbuchen konnten, verpufft ist. Die iranische Regierung lernte schnell und scheut keine finanziellen Mittel, die Freiheit des Web zu unterbinden. Aus den einst überschaubaren politischen Blogs sind unzählige geworden; die Grenzen von Subjektivität und Objektivitätverschwimmen, nicht zuletzt deshalb, weil es sich bei den Autoren der Blogs zumeist um "Bürgerjournalisten" handelt. Wie filtert man seriöse Quellen heraus? Ersetzen die sozialen Medien den Journalismus? Nicht zuletzt sind das die Fragen, die sich die Akteure der ausländischen Berichterstattung für ihre Arbeit heute stellen müssen. Haben die sozialen Medien zunächst ermöglicht, überhaupt Informationen aus einem Land zu bekommen, rücken die Gefahren immer mehr in den Blickwinkel. Der vorliegende Sammelband nähert sich dem Themenkomplex in drei Blöcken. Im ersten Block analysieren Vertreter der iranischen Social-Media-Szene die Rolle des Web 2.0 in Iran von seinen Anfängen bis heute. Der iranische Blogger Mehdi Mohseni umreißt die Social-Media-Aktivitäten der Parteien rund um den Präsidentschaftswahlkampf 2009 und die Folgen für die iranische Bloggerszene nach dem Wahlausgang. Der Medienwissenschaftler Gholam Khiabany hinterfragt die zumeist pauschale positive Beurteilung des Web 2.0 und konzentriert sich wie Mehdi Yahyanejad,  Gründer der persischen Website Balatarin, in seinem Beitrag auf die Instrumentalisierung des Internets durch den iranischen Staat. Was hieraus entsteht, lässt sich mit dem Begriff "Cyberkrieg" betiteln, den der Politiker Omid Nouripour in seinem Beitrag thematisiert. Der zweite Teil des Sammelbandes geht der Frage nach, welche Aufgaben sich daraus für den Auslandsfunk ergeben und welche Fallstricke sich verbergen, wenn der Adressat zum Dialogpartner wird. Der dritte Block fragt, wie die neuen Medien für denpolitischen Dialog genutzt werden können. Hier untersucht der Islamwissenschaftler Marcus Michaelsen die Rolle der sozialen Medien für die Öffnung autoritärer Regime.Der vorliegende Sammelband entstand im Rahmen des ifa-Forschungsprogramms "Kultur und Außenpolitik" in Kooperation mit der Deutschen Welle und ist aus der gemeinsamen Fachkonferenz "Challenges and Chances of Blogs and Social Media for International Broadcasters - a Case Study: Iran" hervorgegangen. (aus dem Vorwort) Download

URLhttp://www.ifa.de/
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