Männer als Täter und Opfer in kriegerischen Konflikten

TitelMänner als Täter und Opfer in kriegerischen Konflikten
Typ der PublikationBook
Untertitel / SerientitelInnovative Projekte zur Überwindung männlicher Gewalt
Publikationsjahr2012
AutorInnenSchäfer, R
Anzahl Seiten99
VerlagVIDC – Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation
Kurztext

In der Entwicklungszusammenarbeit in Nachkriegsgesellschaften ist es wichtig, vielfältige und widersprüchliche Kriegserfahrungen von Knaben, Jugendlichen und Männern genauer zu analysieren und in Projektplanungen sowie in der Projektpraxis zu beachten. Differenzierte Gender-Perspektiven sind notwendig, um die Gewaltakzeptanz und die verbreitete geschlechtsspezifische und sexualisierte Gewalt zu beenden. Auch die Gefährdung der vielerorts labilen Friedensprozesse durch die Gewalt zwischen Jugendlichen und Männern ist zu nennen, viele waren Ex-Kämpfer oder Soldaten und werden mehrheitlich in eine unsichere Zukunft und in die Arbeitslosigkeit entlassen. Diese Studie skizziert die Männlichkeitsprägung vor und während Kriegen, dabei geht sie auf die Problematik der Kindersoldaten ein. An Länderbeispielen werden Projekte und Programme vorgestellt, die zu Einstellungs- und Verhaltensänderungen von Knaben, Jugendlichen und Männern nach Kriegen oder Gewaltkonflikten beitragen. Im Mittelpunkt stehen innovative Ansätze aus afrikanischen Ländern, zudem werden Beispiele aus anderen Kontinenten vorgestellt. Bei der Auswahl wird auf die Schwerpunkt- und Kooperationsländer der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) Bezug genommen. Detailliert werden Bezüge zu den Leitlinien der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und zu internationalen Abkommen hergestellt. An zahlreichen konkreten Beispielen werden Erfahrungen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene und die themenrelevante Arbeit unterschiedlicher Organisationen der Vereinten Nationen sowie zahlreicher Nichtregierungsorganisationen veranschaulicht. Es handelt sich um Projekte zur Bildungs- und Bewusstseinsarbeit über die männliche Geschlechtsidentität, Sexualität, Vaterschaft und Gesundheit. Nennenswert sind auch Kultur-, Medien- und Sportprogramme. Diese setzen auf die Gemeinschaftsbildung der Jugendlichen. Die Macht traditioneller, religiöser und lokaler Autoritäten wird exemplarisch problematisiert, zumal sie Veränderungsprozesse fördern oder beeinträchtigen können. Abschließend werden Empfehlungen für die österreichische Entwicklungszusammenarbeit formuliert. Diese Studie baut auf die bisherige Arbeit des Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation (VIDC) zu Gender und Kindern in bewaffneten Konflikten auf. (abstract) Download

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