Peace and Conflict Assessment (PCA)

TitelPeace and Conflict Assessment (PCA)
Typ der PublikationBook
Untertitel / SerientitelEin methodischer Rahmen zur konflikt- und friedensbezogenen Ausrichtung von EZ-Maßnahmen
Publikationsjahr2007
AutorInnenLeonhardt, M, Leonhardt, K, Strehlein, C
Anzahl Seiten156 S.
VerlagDeutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), Sektorvorhaben Krisenprävention und Konfliktbearbeitung
StadtEschborn
UID1068
Kurztext

(Auszug aus der Einführung:)Im Jahr 2007 bestanden in 17 Kooperationsländern der deutschen EZ offene Gewaltkonflikte, und in weiteren 37 Ländern existierte ein erhöhter bzw. akuter Präventionsbedarf. Diese Zahlen beruhen auf einer Einschätzung des German Institute of Global and Area Studies in Hamburg (GIGA; ehemals Deutsches Übersee-Institut) und des BMZ, die jährlich aktualisiert wird. Damit weisen annähernd die Hälfte aller Kooperationsländer der deutschen EZ Konfliktpotentiale auf. Für diese Länder hat das BMZ im Jahr 2005 mit dem "Übersektoralen Konzept zur Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und Friedensförderung in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit" (ÜSK) die konfliktsensible Ausgestaltung von Entwicklungsvorhaben der Durchführungsorganisationen (DO) der staatlichen deutschen EZ verbindlich gemacht. Dieses ÜSK ergänzt den ressortübergreifend verabschiedeten Aktionsplan der Bundesregierung "Zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung" (2004) und definiert Friedensförderung als Querschnittsthema der deutschen EZ. Es enthält verbindliche entwicklungspolitische Vorgaben für die Planung, Durchführung und Steuerung der deutschen staatlichen EZ in Konfliktländern.Zur Überprüfung und konfliktsensiblen Ausrichtung des Handlungsansatzes der deutschen EZ in Konfliktländern gibt es eine spezifisch angepasste Methodik, deren Durchführung das ÜSK vorgibt: Die Friedens- und Konfliktsensibilitätsprüfung (Peace and Conflict Assessment, PCA). Diese enthält die Arbeitsschritte 1.) Friedens- und Konfliktanalyse (KA) und Ableitung der Peacebuilding Needs (PBN) (in Deutsch auch bezeichnet als Bedarfe für Friedensentwicklung) in einem Land, 2.) friedens- und konfliktbezogene Relevanzbewertung eines bestehenden oder geplanten Portfolios, 3.) konfliktbezogenes Risikomanagement für die Maßnahmen der EZ, 4.) friedens- und konfliktbezogene Wirkungsbeobachtung. Ein PCA kann je nach Ausgangssituation auf Länder- und/oder Vorhabenebene durchgeführt werden. Auf Länderebene ist das Ergebnis eines PCA die Überprüfung (und Anpassung) der Schwerpunktsetzung und/oder der Strategien bestehender Schwerpunkte. Auf Vorhabenebene wird die Durchführung von PCA durch die Vergabe einer sogenannten "Konflikt-Kennung" (K-Kennung) dokumentiert. Der GTZ-Leitfaden zu PCIA kann über den unten angegeben Link heruntergeladen werden.

URLhttp://www.gtz.de/de/dokumente/de-crisis-pca-2008.pdf
Vollständiger Text