Systemische Jugendgewaltprävention

TitelSystemische Jugendgewaltprävention
Typ der PublikationBook
Untertitel / SerientitelEin Leitfaden zur Planung und Umsetzung von maßgeschneiderten Maßnahmen der Jugendgewaltprävention
Publikationsjahr2010
AutorInnenRau, A, Ranitzsch, F, Weinacht, T
Anzahl Seiten86 S.
VerlagDeutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ)
StadtEschborn
Kurztext

Was ist das Ziel des Leitfadens?
Mit Hilfe des Leitfadens können kontextspezifische Maßnahmen zur Prävention und Reduktion von Jugendgewalt geplant werden. Darüber hinaus ist er dafür geeignet laufende Maßnahmen, Projekte oder Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit auf das Phänomen Jugendgewalt auszurichten. Zusätzlich kann der Leitfaden als Beratungsstrategie für Partner dienen.Wie kann dieses Ziel erreicht werden?

  • - Die Ursachen von Jugendgewalt sind vielschichtig und komplex. Um Jugendgewalt präventiv zu begegnen, bedarf es eines systemischen Ansatzes, der zur Vernetzung und aktiven Zusammenarbeit relevanter Schlüsselakteure über sektorale Grenzen hinweg und von der nationalen bis zur kommunalen Ebene führt.
  • - Um das Verhalten der gewalttätigen Jugendlichen zu verändern und Risikofaktoren, die zu gewaltätigem Verhalten führen, zu minimieren, müssen sich Umgebung und Umfeld der Jugendlichen ändern. Über die dauerhafte Verhaltensänderung von Akteuren, die direkt und indirekt die Lebenswelt der Jugendlichen beeinflussen, soll gewalttätiges Verhalten nachhaltig reduziert werden.
  • - Die Prävention von Jugendgewalt ist nur dann erfolgreich und nachhaltig, wenn sie auf die Bedürfnisse der Jugendlichen und die kontextspezifischen Ursachen eingeht. Von daher steht während des gesamten Planungsprozesses der Jugendliche im Mittelpunkt. Auch dann, wenn die zu planende Präventionsmaßnahme auf nationaler Ebene ansetzt und strukturelle, institutionelle Veränderungen hervorgerufen werden sollen.

Was bietet der Leitfaden?
Auf der Basis einer detaillierten Ursachenanalyse werden gemeinsam mit den relevanten Schlüsselakteuren Schritt für Schritt Aktivitäten geplant, die zu einer direkten oder indirekten Verbesserung der Lebensverhältnisse der Jugendlichen führen. Durch die geplanten Aktivitäten wird so dem Entstehen von Jugendgewalt vorgebeugt und werden Alternativen zu gewalttätigem Verhalten aufgezeigt.
Der Leitfaden umfasst neben Hintergrundinformationen zum Thema Jugendgewalt zwei Workshopkonzepte zur kontextspezifischen Analyse von Ursachen, Umfang und Folgen von Jugendgewalt bzw. zur Planung von maßgeschneiderten Präventionsmaßnahmen. Ergänzt werden die Konzepte durch eine exemplarische Sammlung von bereits erfolgreich erprobten Ansätzen und Methoden zur Prävention von Jugendgewalt, die erste Anregungen geben sollen.Wer kann den Leitfaden nutzen?

  • - Vorhaben der staatlichen und nichtstaatlichen Entwicklungszusammenarbeit aus allen Sektoren, um neue Präventionsmaßnahmen zu gestalten, laufende Vorhaben und Komponenten auf Jugendgewalt auszurichten oder Partner zu beraten.
  • - Kommunale bzw. nationale Regierungsberater oder -vertreter sowie Nichtregierungsorganisationen (NRO), um Präventionsmaßnahmen zu planen oder um einen Präventionsrat einzurichten.
URLhttp://www.gtz.de/de/dokumente/gtz2010-de-leitfaden-systemische-jugendgewaltpraevention.pdf
Vollständiger Text