Ulrich Frey zum 80. Geburtstag

Die Plattform Zivile Konfliktbearbeitung gratuliert ihrem Gründungsmitglied

Am 3. Juni 2017 feiert Ulrich Frey seinen 80. Geburtstag. Hierzu gratuliert die Plattform ihrem Gründungsmitglied herzlich. Ulrich Frey hat sich sowohl beruflich als auch in seinem privaten Engagement in der Gesellschaft, in der Kirche und gegenüber der Politik für Frieden in der Gesellschaft und zwischen den Völkern eingesetzt – und tut dies immer noch mit großem Engagement.

Ulrich Frey war Geschäftsführer des internationalen christlichen Friedensdienstes EIRENE und der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF). In zahlreichen kirchlichen Gremien prägte er die friedensethische Debatte mit. Gegenüber der Politik setzte er sich für Abrüstung und für eine Politik ein, die Sicherheit als ein gemeinsames Gut zu erreichen versucht. Er gehörte zu den maßgeblichen Organisatoren der ersten großen Friedensdemonstration im Oktober 1981 in Bonn.

Zu Beginn der 1990er Jahre bemühte er sich intensiv darum, die zahlreichen deutschen Initiativen und Organisationen, die sich in der Friedensarbeit engagierten, miteinander zu vernetzen. So war er einer der Mitinitiatoren der 1998 gegründeten Plattform Zivile Konfliktbearbeitung. Bis 2013 war er Mitglied ihres anfänglich „Initiativkreis“, später „Sprecher/innen/rat“ genannten Leitungsgremiums. Seine Erfahrung in der Organisation von Initiativen, seine profunden friedensethischen Reflektionen und seine fundierten juristischen Kenntnisse waren nicht nur in der Gründungsphase der Plattform von großer Bedeutung. Er steuerte die Plattform auch mit ruhiger Hand durch schwierige Phasen ihrer Entwicklung und trug maßgeblich dazu bei, dass sie eine kompetente und anerkannte Stimme für den Frieden in der deutschen Zivilgesellschaft wurde.

Ein besonderes Anliegen war – und ist – ihm, dass nicht nur von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen solle, sondern dass die deutsche Politik sich von der Logik des Friedens statt von einer Sicherheitslogik leiten lassen solle. Seine Vision einer friedenslogischen Politik ist gerade angesichts der aktuell zunehmenden innergesellschaftlichen und zwischenstaatlichen Abgrenzungstendenzen ein Auftrag, den die Plattform nachhaltig weiter verfolgen wird.

Die Plattform wünscht Ulrich Frey Gesundheit und weiter viel Energie und Ausdauer, die Sache des Friedens weiter zu verfolgen und Ermutigung und Antrieb für andere zu sein.

 

 

Photo: Ulrich Frey, bei der Jahrestagung 2016 im nachdenklichen Gespräch u.a. mit den Bundestagsabgeordneten F. Brantner und K. Vogler.