Friedenslaufsaison 2018 in vollem Gang

Tausende Kinder in sieben Städten setzen Zeichen zum „Miteinander statt nebeneinander – gemeinsam in Vielfalt leben“

Forum Ziviler Friedensdienst - 23. Juli 2018 - Unter dem Motto „Miteinander statt nebeneinander – gemeinsam in Vielfalt leben“ setzen in diesem Jahr knapp 14.000 Kinder und Jugendliche aus sieben Friedenslaufstädten sichtbare Zeichen für Vielfalt und Frieden in unserer Gesellschaft. In Berlin, Darmstadt, Neuss und Aachen fiel der Startschuss bereits. In Münster, Jülich und Freiburg gehen die Schülerinnen und Schüler erst nach den Sommerferien an den Start.

Libanon im Fokus

Vor den Friedensläufen suchen die Teilnehmenden private Sponsoren, die pro gelaufener Runde einen zuvor festgelegten Betrag spendeten. Mit dem Erlös der Friedensläufe unterstützen die Kinder und Jugendlichen die Projektarbeit des forumZFD (Forum Ziviler Friedensdienst e. V.).

Im Fokus der diesjährigen Friedensläufe steht die Friedensarbeit des forumZFD im Libanon – dem Land, das weltweit die meisten Geflüchteten pro Einwohner aufgenommen hat. Mit den erlaufenen Spenden bildet das forumZFD Friedensfachkräfte aus und entsendet sie in Konfliktregionen. Im Libanon fördern diese Fachkräfte den Dialog zwischen Einheimischen und Geflüchteten aus Syrien; zum Beispiel durch Projekte, in denen sich beide Gruppen gemeinsam für die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen einsetzen.

Friedenspädagogische Workshops begleiten Friedensläufe

Im Workshop „Gemeinsam Grenzen überwinden“ erhielten Berliner Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Lebensrealitäten von geflüchteten Menschen in Deutschland und entwickelten gemeinsam mit erfahrenen Referentinnen und Referenten Lösungsansätze, um innergesellschaftliche Grenzen zu überwinden.

Zahlreiche Schulklassen aus Darmstadt und Berlin tauschten sich zudem in Gesprächsrunden mit Jugendlichen aus, die eine eigene Fluchtgeschichte mitbringen.

Im September nehmen Schulklassen aus Jülich und Freiburg an einem Theaterworkshop zum Thema Frieden teil. Mit Hilfe der beiden fiktiven Figuren Herrn von Dort und Frau von Hier gehen Theaterpädagogin und Schauspielerin Heike Werntgen und Fulgencio Morente Gómez – besser bekannt als „Fug“ aus „ Sendung mit der Maus“ – auf die Hintergründe von Zuwanderung, Flucht und Fremdsein ein. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln eigenständig Szenen und setzen sich so kreativ mit den Themen Fremdsein und Ankommen auseinander.

Diese und weitere Workshops, Gesprächsrunden mit Friedensfachkräften und Geflüchteten sowie verschiedene Filmvorführungen zeigen den Friedensläuferinnen und Friedensläufern auf: Dafür laufen wir!