18 Jahre Ziviler Friedensdienst: volljährig und ausbaufähig!

Appell an die Verantwortlichen in der Politik: deutsches Erfolgsmodell für Gewaltprävention und Friedensförderung weiter stärken

Konsortium Ziviler Friedensdienst (ZFD) - Pressemitteilung - 20.11.2017 (Bonn). Am 22. November wird der Zivile Friedensdienst volljährig. Das deutsche Erfolgsmodell für Gewaltprävention und Friedensförderung ist den Kinderschuhen längst entwachsen – ausgewachsen ist es aber noch lange nicht. Das Konsortium ZFD appelliert an die Verantwortlichen in der Politik, den ZFD weiter zu stärken, um Gewalt vorzubeugen.

„18 Jahre Ziviler Friedensdienst haben die Friedensarbeit vieler Menschen in Kriegs- und Krisenregionen auf solide Pfeiler gestellt“, sagt Martin Vehrenberg, Sprecher des Konsortiums ZFD. „Aus der langjährigen Erfahrung wissen wir, dass wir Gewalt vorbeugen können, wenn wir frühzeitig handeln und die Zivilgesellschaft vor Ort langfristig stärken.“ Angesichts der Vielzahl der Gewaltkonflikte und Bedarfe reichen die Kapazitäten des ZFD allerdings nicht aus.

Das Konsortium ZFD appelliert daher an die Verantwortlichen in der Politik, den ZFD als Erfolgsmodell für Gewaltprävention und Friedensförderung weiter auszubauen. „Wir fordern eine deutliche Steigerung des ZFD-Etats, damit wir unsere Arbeit ausweiten können. Wir sind davon überzeugt, dass echter Frieden nur erreicht werden kann, wenn konstruktive und gewaltfreie Wege der Konfliktlösung eingeschlagen werden“, sagt Vehrenberg. „Ein Ausbau des ZFD würde den politischen Willen untermauern, sich stärker für eine friedliche und inklusive Welt einzusetzen.“ Was mit mehr Mitteln erreicht werden könnte, zeigt der ZFD seit Juli beispielhaft in dem Online-Dossier „Gewalt vorbeugen – das geht“ (www.ziviler-friedensdienst.org/praevention).

Über den ZFD:

Der Zivile Friedensdienst (ZFD) ist ein Programm für Gewaltprävention und Friedensförderung in Krisen- und Konfliktregionen. Er setzt sich für eine Welt ein, in der Konflikte ohne Gewalt geregelt werden. Neun deutsche Friedens-und Entwicklungsorganisationen führen den ZFD gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen durch. Der ZFD wird von der Bundesregierung gefördert. Fachkräfte des ZFD unterstützen Menschen vor Ort langfristig in ihrem Engagement für Dialog, Menschenrechte und Frieden. Aktuell arbeiten mehr als 300 internationale ZFD-Fachkräfte in 44 Ländern.