Transitional Justice

Neue Ausgabe der Zeitschrift Afrika Süd erschienen

20 Jahre nach dem offiziellen Beginn der Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC) in Südafrika widmet sich Afrika Süd 2, 2016 der Aufarbeitung von Apartheidverbrechen. Politisch motivierte Morde und die aktuelle Kontroverse über die Freilassung der Täter werden aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Mehrere Autoren/-innen nehmen auch die umfangreichen Landenteignungen und Vertreibungen ganzer Bevölkerungsgruppen während der Apartheid unter die Lupe. Denn die Forderungen nach Landreformen sind weiterhin politisch umstritten.

Never Again! A Framework for Guarantees of Non-Recurrence

Veranstaltung des Deutschen Instituts für Menschenrechte in Berlin

Transitional Justice ist der Prozess der Aufarbeitung von gewaltsamen Verbrechen z.B. nach einem gesellschaftspolitischen Umbruch durch Bürgerkrieg, der Übergang von der Diktatur zur Demokratie oder von Krieg zu Frieden. Eine zentrale Funktion von Transitional Justice ist es, in der Zukunft massive Menschenrechtsverletzungen zu verhindern. Deshalb hat der von den Vereinten Nationen eingesetzte Sonderberichterstatter, Pablo de Greiff, dem UN-Menschenrechtsrat und der UN-Generalversammlung Vorschläge unterbreitet, wie zukünftig solche Verbrechen vermieden werden können.

Termin
von: 
Mittwoch, 11. Mai 2016 - 18:00
bis: 
Mittwoch, 11. Mai 2016 - 21:00

20 Jahre Srebrenica: Familien der Opfer warten immer noch auf Hilfe

Amnesty: Bosnische Regierung muss „Gesetz für vermisste Personen“ endlich umsetzen

Amnesty International - Pressemitteilung - 10.07.2015 - Am 10. und 11. Juli 1995 griff die bosnisch-serbische Armee unter der Führung von Ratko Mladić die UN-Schutzzone Srebrenica im Osten von Bosnien und Herzegowina unter den Augen der dort stationierten UN-Soldaten an. In den folgenden Tagen wurden über 8.000 Männer und Jungen ermordet und in Massengräbern verscharrt. Viele der Opfer wurden in den letzten Jahren exhumiert, identifiziert und konnten von ihren Angehörigen an der Gedenkstätte in Potočari nahe Srebrenica beerdigt werden.

„Bühne der Wahrheit“ - Gerechtigkeit und Versöhnung durch Wahrheitskommissionen und Strafgerichte

Seminar am Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Nach Gewaltkonflikten stehen Staaten und Gesellschaften vor der schwierigen Aufgabe, wie mit dem begangenen Unrecht umzugehen ist: Wie können die gesellschaftlichen Gräben und die tiefen Gewaltprägungen überwunden werden, so dass eine langfristig friedensfähige Gesellschaft auf einem gerechten Fundament entstehen kann? In vielen Ländern gab es in jüngster Zeit national und international gesteuerte Aufarbeitungsprozesse durch Wahrheitskommissionen und Strafverfolgung.

Termin
von: 
Freitag, 3. Juli 2015 - 17:00
bis: 
Sonntag, 5. Juli 2015 - 15:00

Memorial Decentralization Project in Sierra Leone

Kooperationsveranstaltung von memorial_working_group mit Fararafina eV. und medico international in Berlin

Die memorial_working_group stellt ein Projekt-in-Progress vor, das eine lokale Ideenproduktion, Errichtung und Einweihung von Erinnerungsorten in den Provinzen Sierra Leones begleitet.  Ein Weg, sich gemeinsam und generationsübergreifend mit der gewalttätigen Vergangenheit, den Traumata und Verlusten, die der Krieg hinterlassen hat, auseinanderzusetzen.

Termin
von: 
Freitag, 27. Juni 2014 - 22:00
bis: 
Freitag, 27. Juni 2014 - 23:30

50 Jahre nach der Militärdiktatur

Juristische und psychologische Aufarbeitung von Repression und Folter in Brasilien

Am 1. April 2014 jährt sich zum 50. Mal die Machtübernahme der Militärs in Brasilien. Obwohl mehr als 25 Jahre seit dem Ende der brasilianischen Diktatur vergangen sind, wurde diese gewalttätige Vergangenheit in Brasilien nur wenig aufgearbeitet.

Termin
von: 
Donnerstag, 10. April 2014 - 19:30
bis: 
Donnerstag, 10. April 2014 - 21:30

20 Jahre nach dem Völkermord in Ruanda: Erinnern - Gestalten – Versöhnen

Tagung des Ökumenischen Netz Zentralafrika in Wuppertal

Im April 2014 jährt sich der Völkermord in Ruanda zum 20. Mal. Die Tagung will die Geschehnisse von 1994 reflektieren und Gelegenheit zum Austausch über die komplexen Entwicklungen in der Region seit 1994 bieten. Im Rahmen eines Gottesdienstes wird während der Tagung der Opfer gedacht. Vier Panels diskutieren die Aufarbeitungs- und Versöhnungsarbeit in Ruanda und die politischen Entwicklungen in der Region.

Termin
von: 
Donnerstag, 20. März 2014 - 13:00
bis: 
Freitag, 21. März 2014 - 15:00

„Bühne der Wahrheit“: Gerechtigkeit und Versöhnung durch Wahrheitskommissionen und Strafgerichte

Wochenendseminar des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Nach Gewaltkonflikten stehen Staaten und Gesellschaften vor der schwierigen Aufgabe, wie mit dem begangenen Unrecht umzugehen ist: Wie können die gesellschaftlichen Gräben und die tiefen Gewaltprägungen überwunden werden, so dass eine langfristig friedensfähige Gesellschaft auf einem gerechten Fundament entstehen kann? In vielen Ländern gab es in jüngster Zeit verschiedene national und international gesteuerte Aufarbeitungsprozesse durch Wahrheitskommissionen und Strafverfolgung.

Termin
von: 
Freitag, 7. März 2014 - 18:00
bis: 
Sonntag, 9. März 2014 - 13:30

Erinnern und Gedenken nach Kriegen

Workshop im Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

In den letzten 50 Jahren hat es in Deutschland viele Diskussionen über das Gedenken an den Genozid an Juden und Roma, an die Morde an politischen Gegnern und an Homosexuellen in Deutschland während der Nazi-Herrschaft gegeben. Die meisten Diskurse waren auf diesen Kontext beschränkt, zum einen, weil es sich um unvergleichliche Gewaltverbrechen handelt, zum anderen, weil mit Erinnern und Gedenken nach Kriegen in verschiedenen Kontexten generell unterschiedlich umgegangen wird.

 

Termin
von: 
Freitag, 20. September 2013 - 18:00
bis: 
Sonntag, 22. September 2013 - 13:30

Aufarbeitungsprozesse für gewaltsames Verschwindenlassen

Podiumsdiskussion veranstaltet von Amnesty International

Aus Anlass des International Tages der Verschwundenen am 30. August organisiert eine ehrenamtliche Gruppe von Amnesty International in Berlin, Ende August eine Veranstaltungsreihe zum Thema. In der Podiumsdiskussion am Samstag, den 30.8. 2013 möchten die Veranstalter anregen sich unter dem Titel „Aufarbeitungsprozesse für gewaltsames Verschwindenlassen: Amnestie? Gerichtsverfahren?

Termin
von: 
Freitag, 30. August 2013 - 19:30
bis: 
Freitag, 30. August 2013 - 21:30

Eyes on darkness - Aufarbeitung der Vergangenheit in Kambodscha

Wander-Fotoausstellung und begleitende Workshops gehen auf Tour

Die Ausstellung „Eyes on Darkness“ zeigt die Arbeit des ZFD und seiner lokalen Partnerorganisation „Youth for Peace“ in Kambodscha. Sie stellt Menschen in den Mittelpunkt, die kreative Wege gehen, um die Zeit der Roten Khmer zu verarbeiten, und mit viel Optimismus eine friedliche Zukunft Kambodschas mitgestalten möchten.

Termin
von: 
Dienstag, 1. Januar 2013 (Ganztägig)
bis: 
Mittwoch, 31. Juli 2013 (Ganztägig)

Do you remember Sarajevo? (Sjecas li se Sarajeva?)

Filmscreening und Gespräch in Berlin

Im Rahmen des Projekts “limited space: Berlin / Sarajevo” wird der Film von Nihad Kresevljakovic „Do you remember Sarajevo?“ gezeigt. Der Film verwendet verschiedene „home videos“ der Bewohner des belagerten Sarajevos aus der Zeit des Bosnienkrieges von 1992 bis 1995 und kreiert daraus eine kollektive Erinnerungscollage jenseits bekannter Nachrichtenbilder.

Termin
von: 
Freitag, 23. November 2012 - 19:00
bis: 
Freitag, 23. November 2012 - 21:00

Expräsident Taylor verurteilt - ein Meilenstein gegen sexualisierte Kriegsverbrechen?

Veranstaltung des Gunda Werner Instituts in Berlin

Am 26. April 2012 wurde Charles Ghankay Taylor, Ex-Präsident von Liberia, durch das UN-Sondergericht von Sierra Leone in elf Anklagepunkten schuldig gesprochen. Die Verurteilung listet Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen auf, darunter ausdrücklich sexualisierte Gewalttaten, namentlich Vergewaltigung und sexuelle Versklavung. Mit Charles Taylor wird somit erstmals ein ehemalige Staatschef und Warlord für die von Rebellentruppen ausgeübten Verbrechen zur Verantwortung gezogen.

Termin
von: 
Mittwoch, 4. Juli 2012 - 19:00
bis: 
Mittwoch, 4. Juli 2012 - 21:30

Zum Abschluss gebracht? Eine Bilanz der Gacaca-Gerichtshöfe in Ruanda

Auftaktveranstaltung der Veranstaltungsreihe "Transitional Justice in Afrika" der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin

Die Gacaca („Gatschatscha“ ausgesprochen) sind gemeinschaftliche Laiengerichtshöfe, die sich seit 2002 auf Dorfebene mit der Aufklärung der Verbrechen des zwischen April und Juli 1994 begangenen ruandischen Genozids befassen. Ihre Arbeit ermöglichte bisher die Bearbeitung von mehr als 1,2 Millionen Fällen unterschiedlichsten Schweregrades. Die Arbeit soll im Dezember 2011 endgültig abgeschlossen werden. Die Erfahrung mit den Gacaca-Gerichtshöfen ist zwiespältig.

Termin
von: 
Mittwoch, 7. Dezember 2011 - 18:30
bis: 
Mittwoch, 7. Dezember 2011 - 21:00

Kriegsverbrechertribunale und Wahrheitskommissionen

Workshop von Frei[T]räume e.V. und umdenken Heinrich-Böll Stiftung Hamburg e.V.

Vergangenheitsaufarbeitung ist nicht nur in Deutschland ein Thema, sondern in vielen anderen Nachkriegsgesellschaften auch. Wie findet Vergangenheitsarbeit in verschiedenen ehemaligen Konfliktländern statt? Tribunale und Wahrheitskommissionen sind bekannte Instrumente der Vergangenheitsaufarbeitung. In Südafrika, Sierra Leone, Guatemala, Peruu.a. haben beispielsweise Wahrheitskommissionen erste Zeichen gegen die Ungerechtigkeit gesetzt. In anderen Ländern haben Internationale und lokale Kriegsverbrechertribunale verantwortliche AnführerInnen verurteilt.

Termin
von: 
Freitag, 14. Oktober 2011 - 16:00
bis: 
Samstag, 15. Oktober 2011 - 14:00