„Wer Frauen stärkt, stärkt die Welt: Mach mit!“

UN Women Aktionsplattform Peking+20 - Frauenrechte weltweit - endlich umsetzen

„Wer Frauen stärkt, stärkt die Welt: Mach mit!“ Mit diesem Aufruf mobilisiert UN Women, die internationale Vertretung der Frauen-NGOs weltweit für „Peking+20“ und einen neuen Aufschwung zur Frauenpartizipation und Emanzipation. Peking+20 steht für einen Bestandsaufnahme der Pekinger Aktionsplattform., die vom 9. Bis 20. März 2015 bei der  Frauenrechtskommission (CSW – Commission of Status of Women) der Vereinten Nationen in New York stattfindet.

Die Heinrich Böll Stiftung informiert auf einer neuen Seite über Wissenswertes zur Pekinger Aktionsplattform  und zu „Peking +20“ , zu Debatten, die in New York im Zusammenhang mit der UN-Frauenrechtskommission stattfindet. Vor allem werden hier zentrale Aktivitäten, Debatten und Strategieentwicklungen dar, die in unterschiedlichen Regionen zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit, Abbau der Diskriminierung von Frauen, aber auch von anderen Geschlechtern und zur Durchsetzung von Frauen/Menschenrechten im Rahmen der Arbeit der Auslandsbüros der Heinrich Böll Stiftung und ihrer Partner-Organisationen  entwickelt werden.

 

Geschlechtergerechtigkeit ist Bedingung für gesellschaftliche Entwicklung und friedliches Zusammenleben, für Abbau von Gewalt und für wirtschaftlichen Wohlstand. Nur wo Frauen weitgehend gleichberechtigte Zugänge zu Bildung, Ämtern und Machtpositionen haben, kann  Armut nachhaltig bekämpft und Menschenrechte durchgesetzt werden. Diese Erkenntnisse waren  bereits vor 20 Jahren Basis für die Pekinger Aktionsplattform, die von einer starken internationalen Frauenbewegungen erkämpft und auf der 4. Weltfrauenkonferenz von Peking verabschiedet wurde. Sie galt – und gilt bis heute - als Meilenstein für die Verankerung von Frauen- und Menschenrechten  weltweit und wurde von 191 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen anerkannt.

Doch noch heute sind wir von Geschlechtergerechtigkeit und dem systematischen Abbau von Frauendiskriminierung weltweit weit entfernt. Zwar sind Fortschritte und Errungenschaften bei der Gleichberechtigung von Frauen und Mädchen – regional unterschiedlich – zu verzeichnen, zugleich aber gibt es Rückschläge und Rückschritte in der Gleichstellung der Geschlechter. Das politische Klima ist international von einer konservativen Mobilmachung gegen Frauen-Menschenrechte bestimmt: politisch-religiöse Fundamentalismen aller Couleur scheinen auf dem Vormarsch, genderbasierte Gewalt und die Beschneidung von Frauenrechten erleben einen Aufschwung.