„Stoppt eine neue Rüstungsspirale – Abrüstung für nachhaltige Entwicklung“

Abgeordnete des Deutschen Bundestages fordern weltweite Abrüstung

IALANA Presseinformation - 27. April 2015 - Während das Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) verkündet, dass 2014 ca. 1,8 Billionen Dollar für das weltweite Rüsten ausgegeben wurden, verweisen die unterzeichnenden Angeordneten darauf, dass „ohne Abrüstung, ohne Umverteilung weg von Militär und Rüstung hin zu Sozialleistungen, Umwelt und menschliche Entwicklung die Herausforderungen für die Menschheit nicht zu bewältigen sind“.

Die zugespitzte friedenspolitische Situation in Europa erfordert „die Wiederbelebung und Intensivierung eines internationalen Abrüstungsprozesses. Weltweite Abrüstung ist das Gebot der Stunde.“

Der Aufruf wurde von der rüstungskritischen Initiative der „Juristinnen und Juristen gegen Atomwaffen – für zivile Konfliktbearbeitung“ (IALANA) zusammen mit dem „Internationalen Friedensbüro“ (IPB) dem größten weltweiten Friedensnetzwerk, das 1910 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, und dem „World Future Council“ gestartet.

Der Co-Präsident des IPB und Geschäftsführer der IALANA, Reiner Braun, erklärt aus Anlass der Veröffentlichung: „Angesichts der auch von SIPRI in seiner Veröffentlichung beschriebenen Gefahr, eines erneuten verstärkten Wettrüstens in Europa, zeigt diese Initiative den Willen Abrüstung für Entwicklung wiederzubeleben. Der Appell ist eine notwendige Antwort auf die Pläne der NATO, die Rüstungsausgaben auf 2% des Bruttosozialproduktes der Mitgliedsstaaten zu erhöhen und die rasanten russischen Rüstungssteigerungen. Mehr Geld für Waffen und Krieg hat die Erde noch nie sicherer gemacht, sondern weitere kriegerische Auseinandersetzung vorbereitet. Jeder Cent tötet täglich, besonders Kinder, Frauen  und alte Menschen, denen das lebensnotwendigste vorenthalten wird. Jeder Cent verstetigt den Klimawandel, indem dringend notwendige Abwehrmechanismen nicht bezahlt werden können und vernichtet gesellschaftliche Werte, die ein Leben in Würde erst ermöglichen würden. Abrüstung bleibt die Herausforderung der Stunde.“

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