Deutschland

Vorrang zivilen Engagements in Krisen und Konflikten eine Frage der Möglichkeiten - Bundesregierung findet keine Antwort auf diese Herausforderung

Pressemitteilung der Plattform ZKB zur Verabschiedung der neuen Leitlinien "Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern" der Bundesregierung

Pressemitteilung - Plattform Zivile Konfliktbearbeitung - 16. Juni 2017 (Köln) - "Wo immer möglich geben wir zivilen Maßnahmen der Konfliktlösung den Vorrang." Mit solchen und ähnlichen Leerformeln überbrückt die Bundesregierung in ihren neuen Leitlinien "Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern" die bestehenden Widersprüche zwischen einer zivil ausgerichteten Außenpolitik und einer militärisch gestützten Sicherheitspolitik. "Aus dem mühsam in den letzten Jahren entwickelten 'Vorrang für Zivil'" so die Geschäftsführerin der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, Christiane Lammers, ist nun ein 'Vorrang für Prävention' geworden.

Prüfpunkte für die Leitlinien "Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern"

Handreichung der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung

Aus Sicht der Plattform ZKB und anderer NGO müssen die Leitlinien ein klares Bekenntnis zum Vorrang fuer ziviles und politisches Handeln gegenüber militärischen Eingreifen enthalten. Dieser Vorrang müsste sich beispielsweise auch in der Federführung für die Koordination der Umsetzung der Leitlinien wiederfinden. Die folgenden Prüfpunkte der Plattform sollen die Einschätzung der neuen Leitlinien aus friedenslogischer Sicht unterstützen.

Gipfel für globale Solidarität

Zivilgesellschaftlicher Alternativgipfel in Hamburg

Ein Bündnis von mehr als 75 Organisationen lädt für den 5. und 6. Juli 2017 zum „Gipfel für globale Solidarität“ mit vielen internationalen Referent/innen ein. Die Veranstalter schreiben: "Die G20 verteidigt ein System, das die soziale Ungleichheitauf die Spitze treibt. Wir zeigen die Zusammenhänge der globalen Probleme auf und diskutieren Alternativen, die zu einer Lösung führen können.

Termin
von: 
Mittwoch, 5. Juli 2017 (Ganztägig)
bis: 
Donnerstag, 6. Juli 2017 (Ganztägig)

Welches Wissen(-) schafft Praxis?

Call for Contributions zur 5. Junge Konferenz der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung. Frist: 30. Juli 2017

Die deutschsprachige Friedens- und Konfliktforschung wies in ihren Anfängen eine besondere Nähe zur Friedensbewegung auf. Mit der Zeit folgte eine stärkere Trennung von Forschung auf der einen und Praxis – insbesondere Aktivismus – auf der anderen Seite. Kritiker*innen befürchten, dass zu viel Nähe den analytischen Blick verschleiern könnte, während andere gerade dieses enge Verhältnis als besonders fruchtbar und wertvoll empfinden.

Referent/in

Stellenausschreibung des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik. Bewerbungsfrist: 24. Juli 2017

Am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) ist zum 01.12.2017 die Stelle eines Referenten / einer Referentin OSZE-Forschung mit EG 14, TV-AVH in Vollzeit zu besetzen.

„Überhöhung des Militärischen ist kein Beitrag zur Friedenspolitik der Zukunft"

Friedenskreis Halle e.V. kritisiert Verlautbarung von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff

Friedenskreis Halle - Pressemitteilung - 23. Juni 2017 -  Anlässlich des Dienstantritts von 300 Soldat/innen in Weißenfels betonte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff (CDU) Anfang Juni, dass öffentliche Gelöbnisse von hoher gesellschaftlicher Bedeutung seien. Weiterhin behauptete er, dass Soldat*innen freiwillig Belastungen und Gefahren in Kauf nehmen würden, die es in anderen Berufen so nicht gebe. Diese politische Positionierung kritisiert der Friedenskreis Halle e.V. als rückwärtsgewandte Überhöhung des Militärischen.

Konflikte als Chance – Gelingende Beziehungen gestalten

Berufsbegleitende Fortbildung in gewaltfreier Konfliktkultur bei gewaltfrei handeln e.V.

Konflikte entstehen überall da, wo Menschen zusammenkommen. Die Chance auf eine positive und wertschätzende Begegnung liegt darin, sich mit diesen Konflikten auseinanderzusetzen. Ider Information zum Kurs heisst es: "Wenn Sie Konflikte als Chance begreifen wollen und Stärkung suchen für Konflikte im privaten und beruflichen Bereich, dann bietet Ihnen diese Fortbildung hierzu die Möglichkeit.

Viele Teilnehmer/innen finden im Rahmen dieser Fortbildung Stärkung und neue Akzente für ihr Engagement im sozialen, ökologischen und gesellschaftlichen Bereich.

Termin
von: 
Donnerstag, 25. Januar 2018 (Ganztägig)
bis: 
Sonntag, 27. Mai 2018 (Ganztägig)

Gut im Grundsatz – enttäuschend im Handeln

Erklärung des forumZFD zu den Leitlinien der Bundesregierung "Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern"

forumZFD - Pressemitteilung - 14.06.17 (Köln) - Substantielle Fortschritte für zivile Krisenprävention und Friedensförderung sind an den Konflikten der Großen Koalition gescheitert. Nach drei Jahren Debatte über die wachsende Verantwortung Deutschlands in der Welt und einem Jahr intensiver Arbeit an den Leitlinien enttäuscht das Ergebnis.

Two Steps Forward, One Step Back

Kommentar des Weltfriedensdienstes zur Verabschiedung der friedenspolitischen Leitlinien der Bundesregierung

Die friedenspolitische Selbstverpflichtung der Regierung folgt einem intensiven Konsultationsprozess mit den Ressorts, aber auch mit gesellschaftlichen Akteuren. Niemand hat sich davon eine pazifistische Agenda erwartet. Der Wert des Papiers besteht darin, dass sich alle Ministerien auf den „Primat der Politik und Vorrang der Prävention“ verständigen. Das Glas ist entsprechend halb voll, halb leer. An vielen Stellen bleibt das Papier zu allgemein und enthält zu viele Schlupflöcher, um ein ernsthaftes Monitoring zu erlauben.

Handlungsempfehlungen zur Konfliktprävention in Flüchtlingsunterkünften

Politikpapier anlässlich des UN-Weltflüchtlingstags von Bonner Friedens- und Konfliktforschungszentrum BICC vorgelegt

BICC - Pressemitteilung - 19. Juni 2017 - Auch wenn das Leben in Unterkünften für Geflüchtete in der Regel friedlich verläuft, kann es in Gemeinschaftsunterkünften doch zu Konflikten kommen, die manchmal sogar in Gewalt münden. Anlässlich des UN-Weltflüchtlingstags legt das Bonner Friedens- und Konfliktforschungszentrum BICC ein Politikpapier mit Handlungsempfehlungen zur Prävention von Konflikten in Flüchtlingsunterkünften vor. Um Konflikten vorzubeugen, sie zu mindern oder zu lösen, muss vor allem die Selbstverantwortung geflüchteter Menschen gestärkt werden.

Friedensbildung stärken statt Gewaltdenken fördern

pax christi und Internationaler Versöhnungsbund fordern „Tag der Friedensbildung“

pax christi - Pressemitteilung - 08.06.2017 (Berlin) - Angesichts zunehmender zwischenstaatlicher und innerstaatlicher Konflikte fordert die pax christi-Kommission Friedensbildung gemeinsam mit dem deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes eine deutliche Stärkung der Friedensbildung in Schulen und außerschulischen Einrichtungen sowie der internationalen Zusammenarbeit  - durch Friedensdienste, Projekte für Gewaltprävention und Friedensförderung.

Frieden verstehen – Konflikte gestalten

Peace Summer School Augsburg

Das Zusammenleben verschiedener Konfessionen und Religionen, die Regelung von Konflikten mithilfe von Institutionen, die Frage der Machtverteilung und Freiheiten von Mehrheit und Minderheit – auch heute, viereinhalb Jahrhunderte nach dem Augsburger Religionsfrieden von 1555, stellen sich uns noch ähnliche Fragen wie im damaligen Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten. Interessant ist es, zu hinterfragen welches Verständnis von Frieden unserem Handeln und Wirken heute zugrunde liegt?

Termin
von: 
Montag, 31. Juli 2017 (Ganztägig)
bis: 
Samstag, 5. August 2017 (Ganztägig)

Forderungskatalog FORUM MENSCHENRECHTE zur Bundestagswahl 2017

Forum Menschenrechte - 12. April 2017 - "Wir, die Mitglieder des FORUM MENSCHENRECHTE, sind in Sorge – über Entwicklungen in Deutschland, aber auch weltweit. Rechtstaatlichkeit und Fakten dürfen nicht durch Hass, Diffamierungen und Lügen ersetzt werden. Staatliches Handeln muss sich an geprüften Tatsachen und den Menschenrechten orientieren. Rationale Argumente müssen weiterhin in der politischen Debatte zählen.

2 Referent/innen

Stellenausschreibung des Komitees für Grundrechte und Demokratie. Bewerbungsfrist: 7. Juli 2017

Das Komitee für Grundrechte und Demokratie sucht möglichst schon zum 1. Oktober 2017 zwei engagierte Mitarbeiter/innen für die Arbeit in der Kölner Geschäftsstelle.

1x1 Konflikt

Orientierungsseminare zur Ausbildung zum/zur Trainer/in A.T.C.C. in Berlin und Nürnberg

Konstruktive Konfliktbearbeitung und Transkulturelles Lernen. Das Seminar ist eine Einführung in die konstruktive Konfliktbearbeitung. Es bietet eine Orientierung für die Ausbildung.

Termin
von: 
Donnerstag, 6. Juli 2017 (Ganztägig)
bis: 
Samstag, 8. Juli 2017 (Ganztägig)

Nach dem G7-Gipfel: Außenpolitik wird Wahlkampfthema

Prominente rufen Parteien zu Abrüstung und Friedenspolitik auf

forumZFD - Pressemitteilung - 30.05.2017 (Köln) - Der Liedermacher Hannes Wader, EKD-Reformationsbotschafterin Margot Käßmann, die Publizistin Ulrike Guérot und rund 30 weitere Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Medien sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen, Religionsgemeinschaften und Gewerkschaften rufen zur Bundestagswahl gemeinsam zu Abrüstung und mehr Investitionen für Frieden und Gerechtigkeit auf.

"Suche Frieden"

Fotowettbewerb zum Katholikentag Münster 2018. Einsendeschluss ist der 2. Juli 2017

Suche Frieden – Unter diesem Leitwort steht der 101. Deutsche Katholikentag, der vom 9. bis 13. Mai 2018 in der Friedensstadt Münster stattfinden wird. Zur Vermittlung und zur Auseinandersetzung mit diesem Leitwort ruft das Bistum Münster zu einem bundesweiten Fotowettbewerb über das Fotoportal www.fotoforum.de/suchefrieden auf. Gesucht werden Bilder, die das Leitwort „Suche Frieden" vielfältig und kreativ umsetzen.

Friedensgutachten 2017

Friedensforschungsinstitute legen diesjährige Analysen in Berlin vor

BICC - Pressemitteilung - 30. Mai 2017 (Berlin) - Im „Friedensgutachten 2017“, das am 30. Mai in Berlin vorgestellt wird, fordern die fünf führenden deutschen Friedens- und Konfliktforschungsinstitute mehr humanitäre Hilfe und eine internationale Debatte über Schutzzonen. Deutsche Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien aber auch in die Türkei verurteilen die Herausgeber angesichts der Konflikte in der Region scharf. Die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) solle zu einer EU-Krisenpräventionsagenda ausgebaut werden.

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