Frieden, Zivile Konfliktbearbeitung und die Plattform ZKB beim Evangelischen Kirchentag

Der Deutsche Evangelische Kirchentag in Berlin und Wittenberg steht bevor – und für alle, die sich für Frieden und Zivile Konfliktbearbeitung interessieren, werden vom 24.-28. Mai 2017 eine ganze Reihe von spannenden Veranstaltungen angeboten, deren Besuch sicher lohnenswert ist. Viele Plattform-Mitglieder und Mitgliedsorganisationen und auch die Plattform selbst mit ihrem Projekt „Friedenslogik weiterdenken“ werden vielerorts und vielgestalt Friedensarbeit auf dem Kirchentag zum Thema machen.

Im offiziellen Kirchentagsprogramm finden sich die entsprechenden Programmpunkte per Suchfunktion unter dem Stichwort „Frieden“. Ein kurzer Überblick vor allem zu den Veranstaltungen der Podienreihe Frieden findet sich auch im Rundbrief 2.2017 des Forums FriedensEthik in der Ev. Landeskirche Baden (S.39f.) zusammengestellt. Besonders hinweisen möchten wir auf einen der Workshops in der Reihe: Unter dem Titel „Wege ziviler Gewaltprävention – eine deutsche Bilanz" wird dort am Freitag, dem 26. Mai neben Beiträgen von Franziska Brantner (MdB., Unterausschussvorsitzende), und Natascha Zupan (Leiterin von FriEnt) auch die Plattform ZKB als zivilgesellschaftliches Netzwerk ihre Arbeit vorstellen und eine „friedenslogische“ Bilanz ziehen teilnehmen. Wie bei allen Kirchentagen wird der Markt der Möglichkeiten sicherlich ein interessantes Forum sein, um sich über zivilgesellschaftliche Ansätze und konkrete Projekte zu informieren. Aufmerksam machen möchten wir auch auf die Ausstellung "ich krieg dich - Kinder in bewaffneten Konflikten" unserer Mitgliedsorganisation World Vision in Halle 25 des Messegeländes.

Begleitend zum Kirchentag organisieren die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), die Ev. Kirchengemeinde Alt-Pankow und der Friedenskreis Pankow vom 25.-27. Mai die Friedenswerkstatt Pankow. Auch hier sind etliche Plattform-Mitgliedsorganisationen involviert. In Diskussions- und Workshopformaten werden zivile Alternativen zum Militär, aktive Gewaltfreiheit, Versöhnung und Pazifismus diskutiert. Am Donnerstag, dem 25. Mai, um 14 Uhr gestaltet das Plattform-Projekt „Friedenslogik weiterdenken“ dort einen Workshop unter dem Titel „Wie können wir miteinander reden? Polarisierung und Schwarz – Weiß – Denken“. Am Freitagabend (19:30 Uhr) wird dort auch das Berliner Memorandum „Sicherheit neu denken – Wege des Friedens in Europa“ vorgestellt. Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland hatte die Erarbeitung eines solchen Memorandums der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) übertragen

Und allen, die den Trubel in Berlin in diesen Tagen lieber meiden möchten, bietet das Zentrum Frieden in Magdeburg im Rahmen eines der „Kirchentage auf dem Weg“ vom 26.-27. Mai einen Anlaufpunkt. Dort wird u.a. am Samstag das „Magdeburger Friedensmanifest 2017“ erarbeitet, zu dessen Entwurf auch die Plattform ZKB Inhaltliches beigesteuert hat.

Für den Besuch des Kirchentags in Berlin und Magdeburg benötigt man Kirchentagstickets; die Veranstaltungen in Pankow sind kostenfrei.

Wir freuen uns, dass Frieden und Zivile Konfliktbearbeitung in diesem Jahr beim Kirchentag und seinen Begleitveranstaltungen so präsent sind und wünschen allen Besucherinnen und Besuchern viel Freude und gute Diskussionen.