Wachsam und aktiv gegen Atomwaffen

Erklärung des pax christi-Präsidenten anlässlich des 74. Jahrestages der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

Selten wird der Wahnsinn des Krieges schmerzlicher bewusst als je am 6. und 9. August, da wir der Opfer der Atombombenangriffe auf Hiroshima und Nagasaki gedenken. Indes bedrohen uns auch 74 Jahre nach diesen Katastrophen immer noch Atomwaffen, die mit unvorstellbarer Sprengkraft alles Leben auf der Erde mehr als hundertfach vernichten können.

Der Kampf gegen die atomare Bedrohung ist integraler Bestandteil kirchlicher Friedensarbeit. Praktisch alle christlichen Kirchen sprechen sich heute nicht nur ganz klar gegen einen atomaren Krieg aus, sondern auch gegen die Produktion von Atomwaffen und die Drohung mit deren Einsatz.

So hat zum Beispiel vor kurzem die Deutsche Kommission Justitia et Pax die Erfahrungen mit jahrzehntelanger Atomwaffenpolitik sowie die gegenwärtigen Entwicklungen internationaler Politik und die Argumente für und wider Atomwaffen kritisch geprüft. Sie gelangt dabei zu dem Schluss, die bisherige moralische Duldung der Strategie der nuklearen Abschreckung als Konzept der Kriegsverhütung müsse unbedingt aufgegeben werden. Die mächtigsten Atomwaffenstaaten würden allerdings keinen ernsthaften Willen erkennen lassen, dieses Konzept aufzugeben.

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