Friedensfachkraft für die Unterstützung und Beratung unserer Partnerorganisation Zimbabwe Human Rights Association in Bulawayo, Simbabwe

Stellenausschreibung vom Weltfriedensdienst. Bewerbungsfrist: 31. Januar 2020

Für das ZFD-Programm in Simbabwe sucht der Weltfriedensdienst e.V. zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Friedensfachkraft für die Unterstützung und Beratung der Partnerorganisation Zimbabwe Human Rights Association in Bulawayo, Simbabwe.

Job description in English (PDF)

Die Zimbabwe Human Rights Association (ZimRights) ist eine basisnahe Mitgliederorganisation, die nach dem Private Voluntary Organisations Act registriert ist. ZimRights setzt sich für eine friedliche, gemeindeorientierte Entwicklung und die Beteiligung der Bürger*innen an demokratischen Prozessen ein. ZimRights ist bestrebt, die Menschenrechte in Simbabwe durch Bildung, Information, Rechtsberatung und -beistand, Lobbyarbeit und Networking zu schützen und zu verteidigen. Mit einem basisnahen Ansatz setzt ZimRights Maßnahmen in allen zehn Provinzen des Landes über die vorhandenen Mitgliedsstrukturen um.

Die Organisation führt ein Projekt durch, das darauf abzielt, die Fähigkeit der Bürger*innen zu fördern, ihre verfassungsmäßigen Rechte zu nutzen und ihre Forderungen und Erwartungen an die Entscheidungsträger kompetent und gewaltfrei zu äußern. Dieses Projekt wird in Bulawayo, Matabeleland South und Masvingo durchgeführt. ZimRights sucht daher eine/n Berater/in, der/die bereit ist, ein vertieftes Verständnis für die Nuancen und Ursachen von Konflikten in den Provinzen Bulawayo und Matabeleland zu entwickeln.

Das Projekt von ZimRights wird durch die strategischen Ziele des Zivilen Friedensdienstes (ZFD) und insbesondere durch die trägerübergreifende Länderstrategie des ZFD für Simbabwe bestimmt. Im Rahmen dieses Ansatzes wird großer Wert auf die Synergiebildung zwischen den verschiedenen ZFD- Partnerorganisationen des Weltfriedensdienst e.V. gelegt. Die ausgeschriebene Stelle beinhaltet daher nicht nur Aufgaben beim Partner ZimRights, sondern darüber hinaus auch projektübergreifende Aufgaben, die das Informations- und Wissensmanagement und die Zusammenarbeit aller ZFD-Partner fördern.

Aufgaben:

  • Generelle Team- und Mitarbeit in der Durchführung des Projektes zusammen mit den Kolleg*innen in der Partnerorganisation
  • Unterstützung der Arbeit von ZimRights in der Beratung von Gemeinden und lokalen Führungskräften bei der Entwicklung von Konzepten und Prozessen zur Konfliktbewältigung
  • Unterstützung von ZimRights bei der Anwendung innovativer und kontextspezifischer Methoden zur konstruktiven Konfliktbearbeitung
  • Technische Unterstützung der/des Informationsbeauftragten von ZimRights und anderer WFD-Partnerorganisationen bei der Entwicklung und Umsetzung einer Kommunikationsstrategie
  • Schulung der Mitarbeiter*innen des Programms in der sicheren Nutzung von sozialen Netzwerken
  • Beratung bei der Einführung und Verwaltung sicherer Datenmanagementsysteme mit ZimRights und anderen WFD-Partnern
  • Unterstützung des Weltfriedensdienst e.V. und seiner Partner in Simbabwe bei der Entwicklung einer Info-Datenbank über Konflikte und Friedensförderung in Simbabwe (ggf. Einführung einer sicheren Open-Source-Software zum Informationsmanagement, die für die ZFD-Organisationen und das Projekt relevant ist)
  • Unterstützung des gesamten WFD-Projekts beim Aufbau von Synergien zwischen den Partnern für eine verbesserte Wirkungsorientierung

Voraussetzungen:

  • Relevanter Studienabschluss (Sozialwissenschaften, Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung) und Schwerpunkte bzw. Weiterbildungen im Bereich der Zivilen Konfliktbearbeitung (ZKB)
  • Relevante praktische Arbeitserfahrungen in der Friedens- oder Entwicklungsarbeit, idealerweise in Afrika
  • Fachkenntnisse und Praxiserfahrung in Methoden der ZKB und der Bürgerbeteiligung
  • Sehr gute Kenntnisse in Methoden des Daten- und Informationsmanagements
  • Kenntnisse über den sozialen, wirtschaftlichen und politischen Kontext Simbabwes
  • Erfahrung in der NGO-Arbeit, vorzugsweise in interkulturellen Teams im Ausland, speziell auch im Bereich von Netzwerk- und Synergiebildung
  • Gültiger Führerschein und Fahrpraxis
  • Gutes Verständnis der Advocacy-Arbeit in Konfliktgebieten
  • Ausgezeichnete Englischkenntnisse (in Wort und Schrift)
  • Ausgeprägte Recherche- und Schreibfähigkeiten
  • Fähigkeit, die Bedürfnisse der Gemeinschaften und der lokalen Autoritäten zu verstehen
  • Gute Netzwerkfähigkeit
  • Ausgezeichnete Computerkenntnisse
  • Teamplayer, flexibel und kommunikationsstark
  • Eine respektvolle, interkulturell sensible Haltung und Kommunikationsfähigkeit
  • Fähigkeit zur Selbstreflexion
  • Selbständige und effektive Arbeitsweise, sowie Belastbarkeit
  • Bereitschaft, in ländliche Gebiete und zu den anderen Projektpartnern zu reisen sowie die lokalen Sprachen Ndebele und Shona zu erlernen

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