Friedensfachkraft in Sucre, Bolivien

Stellenausschreibung vom Weltfriedensdienst; Bewerbungsfrist: 19. August 2019

Der Weltfriedensdienst sucht eine Friedensfachkraft für die Unterstützung und Beratung der Partnerorganisation Acción Cultural Loyola (ACLO) in Sucre, Bolivien. Die Vorbereitungszeit in Deutschland beginnt voraussichtlich im November 2019 mit Ausreise nach Bolivien ca. Ende Januar 2020.

ACLO ist eine jesuitische NRO, die 1966 in Sucre gegründet wurde. Die Arbeitsfelder von ACLO sind vor allem: Wirtschaftliche Entwicklung und Ernährungssicherheit, Umweltschutz und Anpassung an den Klimawandel, Stärkung zivilgesellschaftlicher Akteure in ländlichen Regionen, Forschung und politisches Lobbying. ACLO unterhält hierzu neben der nationalen Zentrale in Sucre vier weitere Regionalbüros und Teams von ländlichen BeraterInnen in Sucre, Villamontes, Potosí und Tarija, was Maßnahmen und Wirkungen des Projekts im gesamten Süden von Bolivien ermöglicht. Der Beitrag der Fachkraft liegt vor allem im Capacity Building des Personals der Regionalbüros und Teams von ländlichen BeraterInnen in Methoden der zivilen Konfliktbearbeitung zur Bearbeitung lokaler Konflikte und der Stärkung einer präventiven Friedenskultur. Die MitarbeiterInnen von ACLO werden in Konzepten und Methoden der zivilen Konfliktbearbeitung (insbesondere Konfliktanalyse und –monitoringinstrumente, Dialogformate und weitere Konfliktlösungsmechanismen, Stärkung einer konstruktiven Konfliktkultur (Cultura de Paz)) fortgebildet und im weiteren Prozess der Anwendung begleitet und beraten. Die im Projektkontext bearbeiteten Konflikte stehen thematisch zumeist im Zusammenhang mit Macht- und Governancekonflikten und der Nutzung von Ressourcen. Die Fachkraft arbeitet hierzu in einem Projektteam mit den lokalen MitarbeiterInnen von der ACLO-Zentrale in Sucre aus. Darüber hinaus ist sie Teil eines Teams von fünf Friedensfachkräften (vier integrierte Fachkräfte und eine übergreifend arbeitende Koordination) im ZFD-Programm des Weltfriedensdiensts im Süden Boliviens. In diesem Rahmen beteiligt sich die Fachkraft auch an organisationsübergreifenden Maßnahmen auf Programmebene des Weltfriedensdienst e.V.

Aufgaben:

  • Generelle Team- und Mitarbeit bei der Durchführung des Projekts zusammen mit den KollegInnen in der Partnerorganisation
  • Beratung der MitarbeiterInnen der Partnerorganisation zu Zielen, Konzepten und Instrumenten der Konfliktbearbeitung
  • Entwicklung von Trainingsmaterialien (bedarfsangepasste Trainings/Workshops zu Konzepten und Instrumenten der zivilen Konfliktbearbeitung)
  • Vorbereitung und Durchführung von Trainings/Workshops in Zusammenarbeit mit den lokalen ProjektmitarbeiterInnen und ggfs. externen Honorarkräften
  • Unterstützung des lokalen Personals bei Analyse, Monitoring und weiteren Maßnahmen zur Transformation von Konflikten
  • Aufarbeitung und Systematisierung der Erfahrungen und Lessons Learnt
  • Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Koordination und weiteren Friedensfachkräften des WFD in Bolivien, ggfs. auch mit ZFD-Vorhaben anderer Träger in Bolivien
  • Punktuelle Beratung der Finanzbuchhaltung bei der Abrechnung nach WFD-/BMZ-Vorgaben
  • Assistenz beim Erstellen von inhaltlichen Berichten nach WFD-/BMZ-Vorgaben
  • Punktuelle Unterstützung der projektbezogenen Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland.

Voraussetzungen:

  • Relevanter Studienabschluss und Schwerpunkte bzw. Weiterbildungen im Bereich der ZKB
  • Praxiserfahrung in der Anwendung von Methoden und Instrumenten der zivilen Konfliktbearbeitung: insbesondere Konfliktanalyse und Konfliktmonitoring sowie der Gestaltung von Dialogprozessen bzw. auch der Konfliktmediation
  • Erfahrung in der Entwicklung von Curricula und Unterrichtsmaterialien sowie in der Durchführung von Trainings und Workshops
  • Arbeitserfahrung im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit
  • Praxiserfahrung in der Arbeit mit NRO, vorzugsweise in interkulturellen Teams im Ausland
  • Arbeitserfahrungen mit indigenen Bevölkerungsgruppen in Lateinamerika
  • Eine respektvolle, interkulturell sensible Haltung und Kommunikationsfähigkeit
  • Fähigkeit zur Selbstreflexion und ein hohes Maß an Flexibilität und Teamfähigkeit
  • Gute Spanischkenntnisse in Wort und Schrift, Kenntnisse in Quechua vorteilhaft
  • Bereitschaft zu Dienstreisen in ländliche Regionen, z.T. in Höhenlagen über 4.000 Metern
  • Gültiger Führerschein / Fahrpraxis.

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