Qualifikationsprofessur für Konfliktforschung (W1 mit Tenure Track nach W2)

Stellenausschreibung am Zentrum für Konfliktforschung, Universität Marburg. Bewerbungsfrist: 11. September 2020

Am Zentrum für Konfliktforschung ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine im Rahmen des Bund-Länder-Programms zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (Tenure-Track-Programm) geförderte, zunächst auf sechs Jahre befristete Qualifikationsprofessur für Konfliktforschung (W1 mit Tenure Track nach W2) zu besetzen.

Das Zentrum für Konfliktforschung ist eine interdisziplinäre Einrichtung der Philipps-Universität Marburg. Derzeitige Forschungsschwerpunkte beschäftigen sich unter anderem mit der Aufarbeitung schwerer Menschenrechtsverletzungen nach massiver Gewalt, mit Intergruppenkonflikten sowie mit der Politik des internationalen State- und Peacebuilding in Nachkriegsgesellschaften.

Das Zentrum bietet, neben Modulen für verschiedene Bachelorstudiengänge, einen deutschsprachigen Masterstudiengang und in Kooperation mit der University of Kent (Canterbury) einen englischsprachigen Masterstudiengang zur Friedens- und Konfliktforschung an.

Gesucht wird eine Wissenschaftlerin oder ein Wissenschaftler (m/w/d), die/der das Forschungsprofil des Zentrums für Kon-fliktforschung thematisch ergänzt. Erwartet wird ein Forschungsschwerpunkt zu Konflikten in überwiegend friedlichen Gesellschaften innerhalb oder außerhalb Europas, der in der Protestforschung, der Stadt- und Regionalforschung oder der sozialen Ungleichheitsforschung angesiedelt ist. Das Profil des Zentrums soll nach Möglichkeit methodisch oder disziplinär innovativ erweitert  werden.

Erwartet wird eine Mitwirkung an den Studienangeboten des Zentrums, insbesondere an der englischsprachigen Lehre, sowie an den Forschungsinitiativen des Zentrums und der beteiligten Fachbereiche. Die Ausschreibung der Qualifikationsprofessur richtet sich ausdrücklich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in frühen Karrierephasen. Die Dauer der wissenschaftlichen Tätigkeit nach der Promotion soll vier Jahre nicht übersteigen. Ferner soll die Bewerberin oder der Bewerber nicht an der Philipps-Universität promoviert worden oder nach der Promotion mindestens zwei Jahre außerhalb der Philipps-Universität wissenschaftlich tätig gewesen sein (§ 64 Abs. 3 HHG).

Gesucht wird eine Persönlichkeit mit ersten herausragenden wissenschaftlichen Leistungen und einem innovativen wissenschaftlichen Profil, mit dem das Potenzial für eine weitere erfolgreiche Karriere in der Wissenschaft auf international höchstem Niveau belegt wird. Vorausgesetzt werden ein abgeschlossenes Hochschulstudium in Sozialwissenschaften, Psychologie, ethnologisch ausgerichteten Kulturwissenschaften oder Geografie, eine herausragende Promotion sowie eine internationale Vernetzung. Erfahrungen in der erfolgreichen Einwerbung von Drittmitteln sind erwünscht.

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