Berufe(n) für den Frieden. Aktuelle und zukünftige Herausforderungen einer Profession

Jahrestagung 2018 der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung
Veranstaltungstyp: 
Fachtagungen und Konferenzen

Seit den 1980er Jahren hat sich die zivile Konfliktbearbeitung als eigenständiges und wirkungsmächtiges Berufsfeld etabliert – und sich seit dem schrittweise ausdifferenziert. Arbeitsbereiche, Karrierewege und berufliche Profile sind heute vielschichtiger geworden, Qualifikationswege diversifiziert. Die Anforderungen durch die Konflikte sind oft sehr hoch gesteckt, der Arbeitsalltag ernüchternd.

Aus verschiedenen Perspektiven stellen sich unterschiedliche Fragen an das Berufsfeld Zivile Konfliktbearbeitung: Die Praktikerin vor Ort fragt sich, ob die Projektzeit wohl ausreicht, um tatsächlich zu einer Veränderung des Konflikts beizutragen; der Freelancer weiß nicht, wie er seinen Familienalltag nachhaltig planen soll; die Personalverantwortliche sucht dringend eine spezifisch erfahrene Mitarbeiterin; die Professorin bemüht sich um ein strukturiertes interdisziplinäres Studium der Konfliktursachen und -prävention; der Abteilungsleiter soll entscheiden, ob eher ein Länderschwerpunkt oder ein inhaltlicher Schwerpunkt die Arbeit effizienter und wirksamer macht; und die Politikerin braucht handfeste Argumente, warum es wichtig ist, den Etat der zivilen Konfliktbearbeitung massiv zu erhöhen.

Der Ethos die Welt zum „besseren zu wandeln“ ist allen gemein! Wie aber setzen wir ihn um? Was wird in Zukunft im Arbeitsfeld Zivile Konfliktbearbeitung erforderlich sein; welche Stellschrauben können heute schon gedreht werden? Brauchen wir ein stärkeres Community-Bewusstsein? Welche Konsequenzen ziehen wir aus unserer Ist- und Soll- Analyse? Und welche politischen Empfehlungen lassen sich ableiten?

Das zwanzigjährige Jubiläum der Plattform Zivile Krisenprävention möchten wir zum Anlass nehmen, um die Berufswelt(en) der zivilen Friedensarbeit zu ergründen. Wir, die VeranstalterInnen der Kooperationstagung – die Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, das Konsortium Ziviler Friedensdienst (ZFD) und die Evangelische Akademie Loccum – laden Engagierte aus dem Zivilen Friedensdienst, der Menschenrechts- und Entwicklungszusammenarbeit, aus der Friedensbewegung und der Wissenschaft, aus Mediation und Bildung ein, sich und ihre Organisation in diese Tagung einzubringen. 

Programm
Anmeldung

Veranstalter: 
In Kooperation mit Plattform Zivile Konfliktbearbeitung und Ziviler Friedensdienst (zfd)
Referenten: 
Dr. Barbara Müller, Beraterin für Coaching, Organisationsentwicklung und Moderation, Wahlenau; Dr. Wibke Hansen, Leiterin Analyse, Zentrum Internationale Friedenseinsätze (ZIF), Berlin; Björn Kunter, Projekt „Love-Storm – Gemeinsam gegen Hass im Netz“, Kurve Wustrow; Elise Kopper, Frauennetzwerk für Frieden e. V. und Bund für Soziale Verteidigung e.V.; Christoph Lüttmann, CSSP – Berlin Center for Integrative Mediation, Berlin u.a.
Termin
von: 
Freitag, 6. April 2018 - 14:00
bis: 
Sonntag, 8. April 2018 - 12:30
Kosten: 
Gebühr pro Person (darin enthalten 2 Übernachtungen mit Vollpension und HörerInnengebühren): NORMAL 230,- €, REDUZIERT 130,- € (für Freelancer und in Friedensorganisationen ehrenamtlich Tätige), ERMÄßIGT 75,- € (für Schüler/innen, Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstler und Arbeitslose)