Bewegung braucht Kampagnen

Planungstreffen zur Kampagnenunterstützung des Netzwerk Friedenskooperative
Veranstaltungstyp: 
Sonstige

Bei dem Treffen wollen die Veranstalter zum einen die Kampagnenunterstützung des Netzwerk Friedenskooperative vorstellen, die zukünftig einen größeren Arbeitsschwerpunkt des Bonner Büros ausmachen soll, und zum anderen mit Interessierten erste Schritte für eine Kampagne zum Thema "Keine Mandatsverlängerung des Bundeswehreinsatzes in Syrien" diskutieren.

In den letzten Wochen und Monaten wurde in einer kleinen Arbeitsgruppe, bestehend aus Susanne Grabenhorst (IPPNW), Uli Wohland (Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Campapeace) sowie Kristian Golla und Philipp Ingenleuf (beide Netzwerk Friedenskooperative), überlegt, was es braucht für mehr Kampagnen, insbesondere effiziente Druckkampagnen, innerhalb der Friedensbewegung. Im Ergebnis wurde die Idee ausgearbeitet, dass sich das Bonner Büro zukünftig verstärkt der Kampagnenarbeit und Unterstützung von Kampagnen zuwenden wird.

Bereits in den vergangenen Jahren hat das Bonner Büro zunehmend in diesem Bereich gearbeitet und Erfahrungen und Kompetenzen gesammelt, insbesondere mit der Kampagne "atomwaffenfrei.jetzt". Zukünftig will das Bonner Büro eine tragende und impulsgebende Struktur für Druckkampagnen innerhalb der Bewegung anbieten, um einen Beitrag für mehr Handlungsoptionen und eine höhere Mobilisierungsfähigkeit zu leisten.

Für die Kampagnenunterstützung soll eine Art "Beirat" einberufen werden. In diesem sollen jeweils ein/e SprecherIn der beiden großen Bündnisse "Kooperation für den Frieden" und des "Bundesausschusses Friedensratschlag" sitzen sowie zunächst die InitiatorInnen der Kampagnenfortbildung "Campapeace" Uli Wohland, Susanne Grabenhorst und Roland Blach. Der Beirat soll die Vielfalt der Bewegung widerspiegeln und einen Austausch zwischen der Bewegung, dem Netzwerk Friedenskooperative und neuen Druckkampagnen ermöglichen. Weitere VertreterInnen aus der Bewegung sollen im Laufe der Zeit hinzukommen und den Beirat ergänzen.

Kampagne gegen die Mandatsverlängerung des Bundeswehreinsatzes in Syrien

Neben diesen strukturellen Überlegungen hat sich die oben genannte Arbeitsgruppe auch Gedanken zum Start einer neuen Kampagne gemacht. Aus Gesprächen und Rückmeldungen wurde deutlich, dass viele in der Bewegung eine Kampagne zum Thema Mandatsverlängerung für nötig und wünschenswert halten. Bei dem Treffen am 10. April möchten wir daher gemeinsam mit Euch - so Ihr denn diese Idee ebenfalls unterstützt - eine Kampagne zum Syrien-Einsatz auf den Weg bringen. Unser Vorschlag ist eine zyklische Druckkampagne, die sich mit Aktionen und Aufklärungsarbeit auf den Termin der Mandatsverlängerung am 16. Dezember hin zuspitzt. Ziel und Forderung der Kampagne soll sein, dass die MdBs ihr Abstimmungsverhalten dahingehend verändern, dass sie gegen den Einsatz stimmen und sich für zivile Lösungen stark machen.
Das Netzwerk Friedenskooperative würde als Kampagnenbüro fungieren und die Kampagne mit einer Campaignerin und einem Koordinator unterstützen. Die Kampagne soll in einem Kampagnenrat geplant und von den Organisationen, die sich auf ein gemeinsames Konzept verständigen, umgesetzt werden.

Wir hoffen, dass wir gemeinsam mit Euch diese Planungen weiter vorantreiben können, um in den nächsten Jahren die Anzahl und die Qualität von Druckkampagnen innerhalb der Friedensbewegung zu erhöhen und damit eine bessere Mobilisierungsfähigkeit sowie mehr Öffentlichkeit zu erreichen. Wir denken, dass unsere Initiative zur Unterstützung von Kampagnen eine gute Grundlage dafür schaffen kann und freuen uns sehr über Eure Gedanken dazu!

Veranstalter: 
Netzwerk Friedenskooperative
Veranstaltungsort
Ort: 
Hannover
Termin
von: 
Sonntag, 10. April 2016 - 12:00
bis: 
Sonntag, 10. April 2016 - 17:00
Anmeldekontakt: 
p.ingenleuf(at)friedenskooperative.de