Diaspora Gruppen – Akteure des Friedens? Chancen und Risiken von Diaspora-Engagement für die zivile Konfliktbearbeitung

Internationale Konferenz an der Evangelischen Akademie Loccum
Veranstaltungstyp: 
Fachtagungen und Konferenzen

Zivile Konfliktbearbeitung hat eine elementare Chance noch nicht richtig ergriffen: Diaspora. Diaspora-Gruppen kennen sich aus. Sie haben Kontakte. Sie wissen, wie es um Minderheiten und Konflikte in ihren Herkunftsländern steht. Wie kann die Krisenprävention und Friedensarbeit verstärkt in dieses Thema einsteigen?

Zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Diaspora-Organisationen, die in Syrien, Afghanistan und auf dem Westbalkan aktiv sind, wollen wir während der Tagung gemeinsam Antworten auf diese Frage finden. Dabei interessieren uns insbesondere folgende Fragen:

  • Fördern Diaspora-Gruppen den Frieden oder verschärfen sie Konflikte in ihren Heimatländern?
  • Unter welchen Umständen können Diaspora-Gruppen zur Krisenprävention und Friedensförderung beitragen?
  • Wie kann Friedensengagement von Diaspora-Organisationen gezielt gefördert werden?

Zum Hintergrund: Nicht erst seit dem „Flüchtlingssommer 2015“ ist Deutschland Lebensmittelpunkt verschiedener Diaspora-Gruppen. Viele entstammen Konfliktregionen und haben selbst Gewalt in ihren Herkunftsländern erfahren müssen. Die Bedeutung von Diaspora-Gruppen für die klassische Entwicklungshilfe ist bereits seit geraumer Zeit bekannt. Eine Reihe von europäischen Staaten – darunter Deutschland – haben daher spezielle Förder- und Unterstützungsprogramme aufgelegt. Sowohl in der praktischen Politik wie auch in der Forschung wurde bisher allerdings wenig beachtet, welche Rolle Diaspora-Gruppen für die Krisenprävention und Friedensförderung spielen können.

Programm und Anmeldung

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Förderhinweise
Termin
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Freitag, 1. Dezember 2017 - 15:00
bis: 
Sonntag, 3. Dezember 2017 - 12:30
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