Entwicklungshilfe mit Stahlhelm?

Vernetzte zivile und militärische Planung für Frieden und Stabilität in Krisengebieten

Verrnetzte Sicherheit (Comprehensive Approach) beansprucht Sicherheit mit mehr als nur militärischen Mitteln zu gewährleisten. Strategien werden entwickelt, um unterschiedliche Regierungsressorts und nicht-staatliche Akteure einzubinden. So beziehen sie wirtschaftliche, gesellschaftliche und politisch-administrative Aspekte mit ein. Das soll ein ganzheitliches und kohärentes Vorgehen ermöglichen.

Allerdings wird die Frage nach der Umsetzung von vernetzter Sicherheit in der Planung von Einsätzen kaum angesprochen. Im Sinne des „Comprehensive Approach“ wäre aber gerade das ein Kernbestandteil eines wirklich integrativen Zugangs zu Sicherheit. Dafür müssten nicht nur zivile staatliche Akteure in Lagebeurteilungen und Einsatzplanungen einbezogen werden. Vielmehr wären alle gesellschaftlichen Akteure einschließlich ziviler Konfliktbearbeiter und Helfer in die politisch-strategische Planung einzubeziehen, da sie für die Umsetzung der Strategie von Bedeutung sind. Dafür fehlt in Deutschland bislang ein tragfähiges Gesamtkonzept.
Zu entwickeln sind vor allem die politischen und institutionellen Rahmenbedingungen, die eine erfolgreiche Interaktion zwischen Militär, zivilen staatlichen Akteuren und Zivilgesellschaft im Planungsprozess möglich machen.
Wie beurteilen Praktiker aus Zivilgesellschaft und Militär existierende Strukturen und Herangehensweisen? Wie müssen die oben genannten politischen und institutionellen Rahmenbedingungen aussehen? Wie können zivilgesellschaftliche Akteure in die Einsatzplanung eingebunden werden? Wie können die unterschiedlichen Kompetenzen und Kapazitäten ziviler und militärischer Akteure optimal in den politisch-strategischen Planungsprozess eingebracht werden? Wie ist die Inanspruchnahme ziviler Kräfte für militärisch-dominierte Strategien ethisch zu beurteilen?

Veranstalter: 
in Zusammenarbeit mit dem Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik der Universität Hamburg
Referenten: 
Friedrich Däuble, Hans-Georg Ehrhart, Ute Finckh-Krämer, Marcus Gauster, Jochen Hippler, Roland Kaestner, Jürgen Lieser, Rainer Meyer zum Felde, Marcus Schaper, Andreas Schneider, Frithjof Schmidt, Joachim Spatz, Finn Stepputat u.a.m.
Termin
von: 
Freitag, 3. Dezember 2010 - 17:00
bis: 
Sonntag, 5. Dezember 2010 - 13:30
Kosten: 
Übernachtung, Verpflegung, Kostenbeitrag € 160, ermäßigt € 80.
Anmeldekontakt: 
Tagungssekretariat Karin Hahn, Tel. 0 57 66 / 81-1 13; E-Mail: Karin.Hahn[at]evlka.de