Wie sind die Europäischen Friedensvisionen noch zu retten? Herausforderungen für die europäische Zivilgesellschaft

Jahrestagung der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung
Veranstaltungstyp: 
Fachtagungen und Konferenzen

Die Leistung der europäischen Integration als Friedensprojekt wird kaum angezweifelt. Allerdings gibt es viele Herausforderungen zu bewältigen, die soziale Spaltung, die Entwicklung rechtspopulistischer Bewegungen und Fremdenhass verursachen. Viele Menschen sagen, die EU dürfe nicht zu einer „Festung“ werden, die ihre Außengrenzen gegen Zuwanderung abschottet - allerdings unterstützt die EU autoritäre Regime mit dem Versprechen, potentielle Flüchtlinge aufzuhalten. Europa dürfe nicht zur „Militärunion“ werden, sagen die einen. Europa solle Verantwortung übernehmen und sich als Friedensmacht in die Weltpolitik einbringen, sagen die anderen.

Die europäischen Gesellschaften leiden zunehmend unter national-populistischen Tendenzen, Streit über die Asylpolitik und die Infragestellung rechtsstaatlicher Grundwerte. Der kriegerische Konflikt in der Ukraine und die Menschenrechtsverletzungen an den Außengrenzen Europas zeigen, wie brüchig der Friede auch an den Rändern ist. Friedenspolitische Kräfte wie der Europarat und die OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) versuchen, die Konflikte einzudämmen. Gleichzeitig arbeiten zivilgesellschaftliche Gruppen in verschiedenen Ländern für gemeinsame Friedensvisionen und gegen eine weitere Entsolidarisierung in Europa.

Das größte Friedensprojekt in Europa ist die Europäische Union. Seit dem Zweiten Weltkrieg hat sie Frieden unter den Mitgliedsstaaten garantiert. Merkel und Macron warnen davor, das europäische Friedensprojekt zu gefährden. Die Wahl des EU-Parlaments zwischen dem 23. und 26. Mai 2019 wird auch die friedenspolitische Ausrichtung Europas bestimmen. Welchen Beitrag können Zivilgesellschaft, Politik und EU für einen europäischen Frieden leisten?

Die Plattform Zivile Konfliktbearbeitung sucht im Rahmen ihrer Jahrestagung den Austausch mit den deutschen und europäischen Zivilgesellschaften, die sich für Frieden in Europa einsetzen. Mit europäischen Partnern und der Politik sollen Visionen und Handlungsmöglichkeiten für ein friedliches Europa diskutiert werden. Wir wollen auch analysieren, warum sich die Konflikte zuspitzen und wie wir aus unterschiedlichen Ansätzen lernen können.

Die Tagung findet teilweise auf Englisch statt.

Nähere Informationenen entnehmen Sie bitte dem Programm. Anmelden können Sie sich über diesen Link

 

Termin
von: 
Freitag, 29. März 2019 (Ganztägig)
bis: 
Sonntag, 31. März 2019 (Ganztägig)
Kosten: 
Kursgebühr 30 Euro