Frieden - Sicherheit - Humanität: Grenzen des Völkerrechts in aktuellen bewaffneten Konflikten

Tagung an der Evangelische Akademie Villigst
Veranstaltungstyp: 
Fachtagungen und Konferenzen

Nicht erst die Umbrüche in der arabischen Welt wie auch im Nahen und Mittleren Osten haben deutlich werden lassen, dass immer mehr Menschen in Folge gewaltsamer Konflikte auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Wie jedoch können und sollen die Grundprinzipien der humanitärer Hilfe, die sich immer und zuerst an den Bedürfnissen der Opfer orientieren, aktuell und zukünftig vor Einflussnahmen sowohl von außen wie von den beteiligten Konfliktparteien geschützt werden?

Kann das humanitäre Völkerrecht auch zukünftig noch die Garantie für eine unabhängige und unparteiliche, allein an den Grundsätzen der Neutralität und Menschlichkeit ausgerichtete Arbeit bieten? Die Kirchen und ihre Hilfsorganisationen wie auch das Rote Kreuz sind weltweit anerkannte Akteure, wenn es um Schutz und Hilfe bei bewaffneten Konflikten geht.

 

Die evangelische Kirche nimmt ihre friedensethische Rolle seit jeher im Rahmen ihres öffentlichen Verantwortungsauftrages wahr. Die Aufgabe des Roten Kreuzes ist es seit nunmehr fast 150 Jahren, die Einhaltung des humanitären Völkerrechtes durch die Parteien eines bewaffneten Konfliktes einzufordern. Vor welchen Herausforderungen stehen Akteure der humanitären Hilfe heute, wenn es um das Spannungsfeld von Frieden, Sicherheit und Humanität in aktuellen bewaffneten Konflikten geht? Welche Grenzen sind diesen Akteuren dabei gesetzt? Wie kann die deutsche Außenpolitik im Spagat zwischen ziviler Krisenprävention und humanitärer Intervention dem Verfassungsgebot, in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, auch künftig gerecht werden?

 

Programm

Anmeldung

Referenten: 
Superintendentin Annette Muhr-Nelson, Friedensbeauftragte der Ev. Kirche von Westfalen, Unna; Dr. Heike Spieker, Teamleiterin Internationales Recht/ Internationale Gremien, DRK-Generalsekretariat, Berlin, Oberstleutnant Thomas Sohst, Vorsitzender Landesverband West des Deutschen Bundeswehr Verbandes (DBWV), Münster u.a.
Termin
von: 
Freitag, 16. November 2012 - 17:30
bis: 
Sonntag, 18. November 2012 - 12:30
Kosten: 
Einzelzimmer m. Vollpension: 110,00 € / erm. 65,00 €; Doppelzimmer m. Vollpension: 90,00 € / erm. 45,00 €; ohne Übernachtung / Frühstück: 60,00 € / erm. 30,00 € zuzüglich Tagungsgebühr: 50,00 € / erm. 25,00
Anmeldekontakt: 
Ulrike Pietsch, Telefon: 02304/755-325