Für den Frieden mobilisieren

Kritik, Kreativität und Netzwerken als Aufgaben der zivilen Konfliktbearbeitung – Plattform-Jahrestagung 2011

Zivile Konfliktbearbeitung braucht gesellschaftliche und politische Öffentlichkeit, um gewaltförmige Konflikte zu mindern oder gar zu überwinden. Über die Öffentlichkeit sollen Aufmerksamkeit hergestellt, Raum für Alternativen geschaffen und konstruktive Gegenkräfte gestärkt werden. Akteurinnen und Akteure der zivilen Konfliktbearbeitung konkurrieren beim Zugang zur gesellschaftlichen und politischen Öffentlichkeit - sei es über die Massenmedien oder andere Kanäle - jedoch mit staatlichen Institutionen, transnationalen Konzernen oder Nichtregierungsorganisationen aus anderen Bereichen. Insbesondere wegen der Schwierigkeit, die eigene prozesshafte Arbeit und die Ausrichtung auf langfristigen Wandel zu visualisieren und eindrücklich darzustellen, haben es viele Akteurinnen und Akteure der zivilen Konfliktbearbeitung schwer, sich zu präsentieren. Zugleich gibt es positive Beispiele, von denen man lernen kann, und die zeigen, dass es möglich ist, das eigene Anliegen zielgerichtet und professionell zu kommunizieren.

Über kreative Gestaltung können kritische Botschaften überzeugend vermittelt werden. Die Tagung greift damit angesichts von kritischen Rückmeldungen in die Debatte über die gesellschaftliche und politische Wirksamkeit von ziviler Konfliktbearbeitung ein. Diese wird gegenwärtig sowohl in zivilgesellschaftlichen Gruppen als auch in Gremien des Bundestages und von Regierungen und zwischen ihnen auf verschiedenen Ebenen geführt. Das Anliegen der Tagung ist, die Voraussetzungen für die Wirksamkeit von ziviler Konfliktbearbeitung unter dem Gesichtspunkt der Kommunikation zu überlegen und einen Austausch dazu zu ermöglichen.

Herzlich eingeladen sind Akteurinnen und Akteure aus zivilgesellschaftlichen Gruppen, Kirchen und kirchlichen Gruppen sowie der politischen Öffentlichkeit im weiteren Sinne, die eine effektive zivile Konfliktbearbeitung für wichtig halten. Viele Akteurinnen und Akteure haben es schwer, sich und ihre auf Langfristigkeit ausgerichtete Arbeit zu präsentieren. Aber es gibt auch positive Beispiele, die zeigen, dass es möglich ist, zielgerichtet und professionell zu kommunizieren.

Tagungsnummer: 430211

Ein detailliertes Programm kann hier heruntergeladen werden.

Referenten: 
Julika Bake, Cornelia Brinkmann, Achim Brunnengräber, Manfred Budzinski, Steffen Emrich, Ulrich Frey, Wolfgang Heinrich, Felix Koltermann, Christiane Lammers, Dominik Lehnert, Felix Lohmaier, Regine Mehl, Ulla Mikota, Frank Müller, Monya Pletsch, Joachim Spatz, Cornelis Wiebering, Ulrich Wohland, Andreas Zumach
Anmeldefrist: 
Montag, 21. Februar 2011
Förderhinweise
Diese Tagung wird gefördert durch den Evangelischen Entwicklungsdienst (EED)
Termin
von: 
Freitag, 25. März 2011 - 16:00
bis: 
Sonntag, 27. März 2011 - 12:30
Kosten: 
Tagungsgebühr 25,00 Euro; Preise für Vollpension: DZ Dusche/WC 126,60 Euro; EZ Dusche/WC 152,40 Euro; Verpflegung ohne Frühstück, ohne Unterkunft 51,60 Euro; Ermäßigung auf Anfrage möglich.
Anmeldekontakt: 
Tagungssekretariat: Reinhard Becker, E-Mail: reinhard.becker[at]ev-akademie-boll.de, Telefon: 07164 - 79-217