Eine funktionierende Demokratie heisst gemeinsam handeln gegen Gewalt

Workshop des Instituts für Konfliktbearbeitung und Friedensentwicklung (ICP) in Bern

Gewalt ist ein Symptom der Krise der Demokratie, aber auch einer Krise des Zusammenlebens. Das wachsende Unsicherheitsgefühl in bestimmten Milieus öffnet Räume für verschiedenste Formen von Gewalt, welche die Demokratie gefährden. Durch die Übernahme von Verantwortung, Autonomie und die Wiederentdeckung der eigenen Schaffungskräfte, kann das Gefühl, Opfer der Anderen zu sein, überwunden werden. Dies ist Voraussetzung für die Umwandlung von sozialer Gewalt in konstruktive Konfliktfähigkeit und Empathie.

 

Ziel des Workshops

Das Ziel besteht darin, die Mechanismen von kollektiven Gewaltformen aufzudecken (bzw. Krawallen zwischen Gruppen, Hooliganismus, Drogenmissbrauch, Selbstmord, Kriminalität, etc.). Es wird ein tieferes Verständnis vermittelt, was mit der Gewalt ausgedrückt wird, wozu sie dient und wie gemeinsam Mittel geschaffen werden können, um Gewalt zu verhindern. Dazu ist es notwendig sich der Ursachen der Gewalt in uns selber und um uns herum bewusst zu werden.

 

Das Institut für Konfliktbearbeitung und Friedensentwicklung (ICP) führt in Zusammenarbeit mit dem Institut Charles Rojzman Veranstaltungen und Weiterbildungen durch, welche sich mit verschiedenen Aspekten der Thérapie Sociale befassen.

 

Die Thérapie Sociale zielt darauf ab, das Vertrauen und die Bindung zwischen Personen und Gruppen wiederherzustellen, die durch Ängste und Vorurteile in Konflikt geraten sind. Sie bemüht sich, Bedingungen zu schaffen, in welchen die Konflikte ausgelebt werden können und das soziale Leiden umwandelt wird und dabei auch institutionelle Änderungen entstehen können. Die Methodologie, auf der sie beruht, erlaubt die Hindernisse für die Zusammenarbeit zu überwinden, seien sie persönlich, institutionell oder sozial.

Die Thérapie Sociale wurde in den 80er Jahren von Charles Rojzman, einem französischen Soziologen und Psychotherapeut entwickelt und erfolgreich in verschiedenen Ländern angewendet, unter anderem in den französischen Banlieues, US-amerikanischen Ghettos, Deutschland, Russland oder Ruanda.

 

Zielpublikum

Die Thérapie Sociale richten sich an alle Personen und Fachleute, welche im Alltag oder in der Arbeitswelt mit Gewalt, Diskriminierung, Rassismus und Hass konfrontiert sind oder sich generell für einen kreativen und konstruktiven Umgang mit Konflikten interessieren.

 

Das Institut für Konfliktbearbeitung und Friedensentwicklung (ICP) ist Mitgliedsorganisation der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung.

Anmeldefrist: 
8. Februar 2012
Termin
von: 
Freitag, 24. Februar 2012 (Ganztägig)
bis: 
Sonntag, 26. Februar 2012 (Ganztägig)
Kosten: 
750.- CHF
Anmeldekontakt: 
E-Mail: ts[at]iicp.ch