Jenseits von Aktionismus und Abschottung: Migration und Mobilität zwischen Afrika und Europa nachhaltig gestalten

Podiumsdiskussion an der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin
Veranstaltungstyp: 
Vorträge und Abendveranstaltungen

Über 60 Millionen Menschen sind derzeit weltweit auf der Flucht. Spätestens seit dem „langen Sommer der Migration“ im letzten Jahr ist die Debatte um die vielschichtigen „Fluchtursachen“ und dem Umgang mit Migration als neuer Normalität auch im deutschen und europäischen öffentlichen Bewusstsein angekommen - mit voller Wucht und weitreichenden gesellschaftlichen Implikationen.

Zwar kommen zurzeit weniger als 20 Prozent der Flüchtlinge und Migrant/innen aus Afrika nach Deutschland und Europa. Die dortige
Bevölkerung wird sich jedoch bis 2050 verdoppeln, und die Aussichten auf Prosperität sind nicht zuletzt angesichts von Konflikten, Korruption und Klimawandel schlecht. Die Bekämpfung illegaler Migration jedoch setzt nur bei den Symptomen an und verlagert die Problematik lediglich, statt sie aufzulösen. Für Europa und Deutschland ist ein Dialog mit Afrika deshalb von entscheidender Bedeutung.

Bereits während des EU-Afrika-Gipfels 2014 wurden verstärkte Anstrengungen unternommen in dieser Hinsicht. Die Implementierung der im Rahmen einer separaten Erklärung zu Migration und einer Roadmap getroffenen Vereinbarungen steht jedoch bis heute weitgehend aus. Stattdessen folgten hastig organisierte Treffen wie zuletzt der Valletta-Gipfel in Malta im November 2015 mit neuen Formaten der "strategischen Zusammenarbeit". Trotz des vielfach beschworenen partnerschaftlichen Verhältnisses standen dabei aus afrikanischer Sicht die europäischen Interessen im Vordergrund.

Im Rahmen der Veranstaltung soll es neben einem differenzierteren Blick auf Migration in und aus Afrika auch um die  unterschiedlichen europäisch-afrikanischen Formate der Zusammenarbeit in dem Bereich mit ihren jeweiligen Stoßrichtungen gehen. Vor diesem Hintergrund sollen nachhaltige Ansätze der afrikanisch-europäischen Kooperation zu Migration und Mobilität, die die Interessen beider Seiten einbeziehen, diskutiert werden.

Begrüßung durch Dr. Manfred Öhm, Leiter Referat Sub-Sahara Afrika, FES

Anschließend Podiumsdiskussion mit
S.E. Botschafter Dr. Olawale I. Maiyegun, Leiter der Abteilung Soziale Angelegenheiten der Kommission der Afrikanische Union (AU)
S.E. Botschafter Léon H. Kacou Adom, Botschafter der Republik Côte d'Ivoire in Berlin
Norbert Spinrath MdB, Europapolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion
Sophia Wirsching, Referentin für Migration, Brot für die Welt
Moderation: Bettina Rühl, Journalistin

Ausklang im Rahmen eines kleinen Imbiss bis 21.30 Uhr. Es erfolgt eine Simultanübersetzung deutsch-englisch.

Veranstalter: 
Friedrich Ebert Stiftung
Referenten: 
Veranstaltungsort
Name: 
Friedrich-Ebert-Stiftung, Haus I
Straße: 
Hiroshimastr. 17
Ort: 
10785 Berlin
Anmeldefrist: 
Förderhinweise
Termin
von: 
Mittwoch, 28. September 2016 - 19:00
bis: 
Mittwoch, 28. September 2016 - 21:30
Kosten: 
Anmeldekontakt: 
fes.afrika(at)fes.de oder Tel. 030 26935-7446