Seid doch laut! Frauen für den Frieden in Ost-Berlin

Buchvorstellung und Diskussion in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin
Veranstaltungstyp: 
Vorträge und Abendveranstaltungen

Die Frauen für den Frieden sind eine der berühmtesten Oppositionsgruppen der DDR der 80er Jahre. In der Atmosphäre des Kalten Krieges und des NATO-Doppelbeschlusses verabschiedete die DDR-Volkskammer im März 1982 ein Gesetz, das die Einbeziehung von Frauen in die allgemeine Wehrpflicht vorsah. Dagegen protestierten sieben Frauen - Bärbel Bohley, Irena Kukutz, Katja Havemann, Karin Teichert, Bettina Rathenow, Almut Ilsen und Ulrike Poppe –, indem sie einen in der DDR zugelassenen Protestweg nutzten: Sie verfassten eine Eingabe und schickten diese, unterschrieben von ca. 130 weiteren Frauen aus Berlin und Halle (Saale), im Oktober 1982 an Partei- und Staatschef Erich Honecker. Die Aktion gilt als Gründungsakt der ostdeutschen Frauen für den Frieden.

Im Sammelband „Seid doch laut!“ geben Mitstreiterinnen eine lebendige Rückschau auf Aktionen, Diskussionen und Schlüsselerlebnisse. Sie erzählen von grenzüberschreitenden Kontakten und den Konflikten mit der Stasi. Und sie schildern, wie sich dieses Engagement auf ihre Biografien auswirkte, als sie Dinge wagten und taten, die sie noch kurze Zeit zuvor für unmöglich gehalten hatten.

Weitere Informationen

Veranstaltungsort
Name: 
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Straße: 
Schumannstr. 8
Ort: 
10117 Berlin
Termin
von: 
Montag, 25. November 2019 - 18:00
bis: 
Montag, 25. November 2019 - 19:30