Mehr Deutsche Verantwortung für zivile Krisenprävention

Öffentliches Fachgespräch von Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
Veranstaltungstyp: 
Veranstaltungen

Bei der aktuellen Diskussion über Deutschlands „neue“ Rolle in der Welt wird häufig „mehr Verantwortung“ verlangt, dabei aber meist das Militärische hervorgehoben. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) meint, Deutschland dürfe nicht länger an der Seitenlinie stehen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) plädiert für mehr Einsätze mit deutscher Beteiligung. Auch die jüngsten Redebeiträge und Interviews von Bundespräsident Joachim Gauck - am 11. Juni (vor dem Nobelkomitee) in Oslo sowie am 14. Juni im Deutschlandradio Kultur – werden in der Öffentlichkeit häufig auf die militärischen Aspekte verkürzt.

 

Es wird Zeit für einen anderen Blick. Ziel der Anhörung ist es, das Augenmerk auf "mehr zivile Verantwortung" zu legen. Die Veranstalter wollen eine aktivere Rolle Deutschlands bei Ziviler Krisenprävention und zivilem Konfliktmanagement. Warum nimmt sich die Bundesregierung nicht ein Vorbild an einem Land wie Norwegen, das der Bundespräsident zu Recht für sein vorbildliches Engagement in Krisenherden wie Guatemala, Kolumbien oder Sri Lanka gelobt hat? Und es soll die Frage gestellt werden: Was ist bislang aus den Ankündigungen im schwarz-roten Koalitionsvertrag geworden, die zivile Krisenprävention zu stärken und fortzuentwickeln?

 

Mit dem Gespräch wollen die Organisatoren die Möglichkeit geben, den Blick für ein viel zu lange vernachlässigtes Thema der Außenpolitik zu schärfen. Insbesondere geht es uns auch darum, einen konstruktiven, auch kritischen Dialog mit der Zivilgesellschaft zu diesem Thema aufzunehmen.

 

Anmeldung

Eine namentliche Anmeldung mit Angabe des Geburtsdatums ist für den Zutritt zu den Räumlichkeiten des Deutschen Bundestages aus Sicherheitsgründen erforderlich. Für den Einlass ist ein Personaldokument erforderlich.

Veranstalter: 
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
Referenten: 
Dieter Wehe, Inspekteur der Polizei NRW,Vorsitzender AG Internationale Polizeimissionen; Almut Wieland-Karimi, Direktorin, Zentrum internationale Friedenseinsätze(ZIF); Julia von Dobeneck, Mediatorin, Berlin Center for Integrative Mediation (CSSP)
Veranstaltungsort
Name: 
Deutscher Bundestag, Paul-Löbe-Haus, Raum E.600
Straße: 
Konrad-Adenauer-Straße 1
Ort: 
Berlin
Anmeldefrist: 
07.07.2014
Förderhinweise
Termin
von: 
Donnerstag, 10. Juli 2014 - 18:00
bis: 
Donnerstag, 10. Juli 2014 - 20:00
Kosten: 
Anmeldekontakt: 
Tel. 030/227 58943, E-mail: ak4(at)gruene-bundestag.de