Mehr internationale Verantwortung. Deutschland als Vorreiter in ziviler Krisenprävention und Konfliktbearbeitung?

Donnerstagsgespräch veranstaltet von Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) in Berlin
Veranstaltungstyp: 
Veranstaltungen

Zehn Jahre gilt der Aktionsplan „Zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung“ (2004) und damit der Primat ziviler Krisenprävention und Konfliktbearbeitung als Grundlage für das friedens- und sicherheitspolitische Handeln der Bundesregierung. Die Instrumente ziviler Krisenprävention wurden ausgebaut. Aber verglichen mit den Investitionen in militärische Kapazitäten kann von Vorrang noch lange keine Rede sein. Wer arbeitet noch mit dem Aktionsplan, wer kennt ihn überhaupt? Gibt es gute Praxisbeispiele? Welche Lektionen haben wir gelernt – vor allem aus den Fehlern? Bei internationalen Einsätzen in fragilen Staaten ist die Bedeutung der Hilfen beim Aufbau von rechtsstaatlichen Institutionen unumstritten, etwa bei der Ausbildung von Polizeikräften. Dennoch gibt es erhebliche Engpässe, Polizistinnen und Polizisten für Auslandseinsätze zu gewinnen, sie in den Bundesländern freizustellen und gegebenenfalls nach ihrer Rückkehr zu integrieren. Welche Konsequenzenmüssen gezogen werden?

 

Gleichzeitig wird immer wieder eingefordert, Deutschland solle entsprechend seinem wachsenden Gewicht mehr internationale Verantwortung übernehmen. Zumeist wird damit ein stärkeres militärisches Engagement assoziiert. Wie aber können die Ansätze und Kapazitäten ziviler Krisenprävention eine aktivere internationale Rolle Deutschlands fördern? Wie kann die notwendige europäische Öffnung für die Instrumente ziviler Krisenprävention vorangetrieben werden?

 

Begrüßung: Prälat Dr. Martin Dutzmann, evangelischer Vorsitzender der GKKE, Berlin
Impuls: Dr. Désiré Nzisabira, ZFD Koordinator der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH), Kampala, Uganda

 

Es diskutieren:

Dr. Franziska Brantner MdB, Vorsitzende des Unterausschusses „Zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln“, Berlin

Dr. Ralf Horlemann, Referatsleiter Krisenprävention und Friedenskonsolidierung im Auswärtigen Amt, Berlin

Professor Dr. Conrad Schetter, Direktor des Bonn International Center for Conversion (BICC), Bonn

 

Moderation: Dr. Bernhard Moltmann, Hessische Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung, Frankfurt/M.

Veranstalter: 
Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE)
Referenten: 
Veranstaltungsort
Name: 
Haus der EKD
Straße: 
Charlottenstr. 53/54
Ort: 
10117 Berlin
Anmeldefrist: 
27. Juni 2014
Förderhinweise
Termin
von: 
Donnerstag, 3. Juli 2014 - 20:00
bis: 
Donnerstag, 3. Juli 2014 - 22:00
Kosten: 
Anmeldekontakt: 
E-mail: natalie.retzlaff(at)gkke.org, Tel. 030 – 20355-306