Perestroika auf Arabisch

Wohin führen die Volksaufstände in der arabischen Welt? Tagung der Evangelischen Akademie im Rheinland in Kooperation mit dem Theater an der Ruhr, Mülheim

Die Demokratiebewegungen in der arabischen Welt kamen nicht nur für viele Beobachter überraschend, sie trafen vor allem die Machthaber völlig unvorbereitet. Nach der Jasmin-Revolution in Tunesien und dem Sturz des langjährigen Präsidenten Hosni Mubarak in Ägypten dauern die Unruhen im Jemen, Syrien und Libyen weiter an. Nur in Libyen hat sich der Westen mit der NATO zu einem militärischen Eingreifen entschlossen. 

Die Hoffnung ist, dass die arabische Welt die Chance zur Demokratisierung nutzen kann. Zu lange haben die Regierenden den Willen des Volkes missachtet. Doch auch den Westen trifft eine Mitverantwortung. Er arrangierte sich mit den Regimen und unterstützte sie sogar, weil sie für Stabilität nach außen sorgten, die Versorgung mit Öl und die Eindämmung von Flüchtlingsströmen garantierten sowie die Gefahr des Islamismus bannten. Inzwischen ist deutlich geworden, dass Erfolge wie in Ägypten oder Tunesien so schnell nicht überall erreichbar sind. Wie wird sich das auf die weitere Außenpolitik des Westens auswirken? Welche Rolle kann dabei der Austausch auf kultureller Ebene übernehmen?

 

Die Teilnehmer sind zunächst eingeladen, sich mit der politischen Situation auseinander zu setzen, um dann gemeinsam mit Künstlern aus dem arabischen Raum über die Lage zu diskutieren und im Anschluss deren Inszenierung im Theater an der Ruhr in Mühlheim zu besuchen.

AnhangGröße
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Referenten: 
N.N.
Termin
von: 
Freitag, 28. Oktober 2011 - 14:00
bis: 
Samstag, 29. Oktober 2011 - 22:00
Kosten: 
k.A.
Anmeldekontakt: 
Thorgit Stephan, thorgit.stephan@akademie.ekir.de, Tel.: +49/(0)228/9523-205 (Mo – Fr 8.30 – 12.30 Uhr)