Podiumsdiskussion „Gewaltakteure in Konflikten“

Schwerpunkt „Herausforderungen der Weltgesellschaft“ der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Veranstaltungstyp: 
Vorträge und Abendveranstaltungen

Im Schwerpunkt "Herausforderungen der Weltgesellschaft" der Rheinischen Friedrich-Wilhelms Universität Bonn stellen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Friedens- und Konfliktforschungsinstituts des BICC (Bonn International Center for Conversion) am 5. November ihre Ergebnisse aus Feldforschungen im Mittleren Osten und der Ukraine vor.

In Gewaltkonflikten spielen irreguläre Gewaltakteure wie Milizen, kriminelle Banden oder Terrorgruppen eine zunehmend wichtige Rolle. Feldforschungsbasiert untersuchte das BICC u. a.

\         im Mittleren Osten die Interaktionen zwischen politischen, bewaffneten und zivilen kurdischen Akteuren aus unterschiedlichen Nationalstaatskontexten (Iran, Irak, Syrien, Türkei) und den Einfluss dieser Netzwerke auf aktuelle Konfliktdynamiken;

\         in Afghanistan, welche Rolle Medresen bei der Mobilisierung religiöser (Gewalt)Akteure spielen, nachdem der dschihadistische Salafismus von Daesh (lokal für Islamischer Staat, IS) eine weitere Spielart gewaltbereiten religiösen Extremismus in der Region geworden ist;

\         im Donbass, wie aus Individuen mit unterschiedlichen Motiven handlungs-und kampffähige Einheiten mit militärischen Organisationsstrukturen werden.

Über Vernetzung, Mobilisierungspraktiken, interne Befehlsketten und Finanzierung von Gewaltakteuren in Konflikten diskutieren die Friedens- und Konfliktforscherinnen und -forscher Andreas Heinemann-Grüder, Katja Mielke, Conrad Schetter (Moderation) und Carina Schlüsing.

Zur Veranstaltungsankündigung

Veranstaltungsort
Name: 
Universitätsforum der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität
Straße: 
Heussallee 18-24
Ort: 
53113 Bonn
Anmeldefrist: 
2. November 2018
Termin
von: 
Montag, 5. November 2018 - 19:00
bis: 
Montag, 5. November 2018 - 20:30
Anmeldekontakt: 
pr[at]bicc.de