„Refugee Empowerment“ - Flüchtlinge - aktive Mitglieder der Zivilgesellschaft

Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung und des Deutschen Instituts für Menschenrechte in Berlin
Veranstaltungstyp: 
Vorträge und Abendveranstaltungen

Das Thema „Flüchtlinge“ ist und wird wohl das bestimmende Thema der politischen Diskussion und gesellschaftlichen
Auseinandersetzung auf allen Ebenen bleiben. Hierzulande verschärft sich die innenpolitische Auseinandersetzung auch angesichts
laufender Wahlen in Ländern und Bund und so mancher Ruf nach abstrakter, zahlenmäßiger Festlegung von Grenzen für
Aufnahmekapazitäten wird laut. Diese Diskussion führt in die Irre – zum einen ist das Recht auf Asyl ein Grund- und Menschenrecht und lässt sich nicht zahlenmäßig einschränken. Zum anderen kann die „gesellschaftliche Aufnahmekapazität“ nicht zahlenmäßig festgelegt werden: Bereitschaft zu einem menschlichen Miteinander und Offenheit gegenüber dem Neuen sind Werte, die erfahren und damit erlernt werden können. Vielerorts haben Flüchtlinge, nachdem sie die oft lebensgefährliche Flucht überstanden haben, mit hohen Anerkennungshürden und schwersten Diskriminierungen zu kämpfen.

Oft unbekannt ist, welche Möglichkeiten es für Flüchtlinge gibt, sich selbst zu organisieren, zu informieren und ihre Meinung zu äußern und so als vollwertiger Teil der Zivilgesellschaft für ihre Rechte einzutreten. Ein vielversprechendes Beispiel bieten dabei die Preisträgerinnen des diesjährigen Raif-Bardawi-Preises, die Radiojournalistinnen des Dange NWE Radio. Selbst aus Syrien und innerhalb des Iraks geflohen, haben sie in ihrem Flüchtlingslager im Nordirak einen Radiosender gegründet, durch den sie sich organisieren und kritisch mit aktuellen, oft auch sensiblen Fragestellungen auseinandersetzen. Anhand dieses Beispiels soll im Rahmen einer Podiumsdiskussion der Friedrich-Naumann-Stiftung und des Deutschen Instituts für Menschenrechte erörtert werden, welches Potential in derartigen Projekten im In- und Ausland ruht und wie diese die Lage der Flüchtlinge verbessern und letztlich auch die Zivilgesellschaft bereichern können. Geladen sind dazu neben zwei der Preisträgerinnen selbst auch Vertreter ähnlicher Projekte in Deutschland sowie von zivilgesellschaftlichen Organisationen.

Programm und Anmeldung

Veranstalter: 
Friedrich-Naumann-Stiftung, Deutschen Instituts für Menschenrechte
Veranstaltungsort
Name: 
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Straße: 
Markgrafenstraße 38, Leibniz-Saal
Ort: 
10117 Berlin
Termin
von: 
Montag, 17. Oktober 2016 - 18:00
bis: 
Montag, 17. Oktober 2016 - 21:00