Im Schatten der Zitadelle. Der Einfluss des europäischen Migrationsregimes auf „Drittstaaten“

Präsentation und Diskussion der gleichnamigen Studie von Brot für die Welt, medico international und PRO ASYL in Erfurt
Veranstaltungstyp: 
Fachtagungen und Konferenzen

Die europäische Politik der Externalisierung, also der Auslagerung von Flucht- und Migrationskontrolle, wirkt sich fatal auf Schutzsuchende aus. Die Regierungen des europäischen Rechtsraums verweigern Migrantinnen und Migranten die Aufnahme und schicken die Unglücklichen zurück. Flüchtlinge werden kriminalisiert und in Haft genommen, der Zugang zum Arbeitsmarkt und zu notwendigen Gesundheitsleistungen wird ihnen versperrt. Die europäische Kontrolle der Flucht- und Migrationsbewegungen beginnt jedoch nicht erst an den europäischen Außengrenzen, sondern reicht weit darüber hinaus.

 

Auf dieser Tagung soll exemplarisch an Erfahrungen aus dem Senegal und Moldau gezeigt werden, wie die Europäische Union die Ein- und Auswanderungspolitik in „Drittstaaten“ zu regeln und zu steuern versucht. Welcher Logik folgt die europäische Politik der  Abschottung und Kontrolle? Welche Folgen ergeben sich für die Gesellschaften der Transit- und Herkunftsländer von Migrantinnen und Migranten?

 

Grundlage der Tagung bildet eine Studie, welche im Dezember 2013 erschienen ist. Gemeinsam mit internationalen Expertinnen und Experten, Vertretenden von Partnerorganisationen von Brot für die Welt, medico international
und PRO ASYL, dem Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und politischen Entscheidungsträgern laden wir zur Diskussion ein, um die dringend notwendigen politischen Antworten auf die andauernden Flüchtlingstragödien an den europäischen Außengrenzen zu entwickeln.

 

Tagungsprogramm

Veranstalter: 
Brot für die Welt, medico international und PRO ASYL
Veranstaltungsort
Name: 
Bildungshaus St. Ursula in Erfurt
Termin
von: 
Dienstag, 25. März 2014 - 14:00
bis: 
Mittwoch, 26. März 2014 - 13:00
Kosten: 
55 Euro (ohne Übernachtung 25 Euro)
Anmeldekontakt: 
Tel: (0391) 5346-391, E-Mail: kerstin.hensch(at)ekmd.de