Sicher leben und arbeiten in Krisenregionen.

Prävention von Sicherheitsrisiken im Alltag und Stärkung persönlicher Ressourcen. Training von Steps for Peace in Berlin.
Veranstaltungstyp: 
Fortbildungen und Trainings

Für den zivilen Aufbau in Krisenregionen werden im Rahmen internationaler Missionen, der Entwicklungszusammenarbeit, der Humanitären Hilfe und der Technischen Zusammenarbeit zivile Fachkräfte eingesetzt. Eine sorgfältige Vorbereitung auf interkulturelle Alltagsherausforderungen, natürliche Risikofaktoren, krisenbedingte Unsicherheit (z.B. Kriminalität) und die Präsenz von bewaffneten privaten wie staatlichen Akteuren ist die beste Prävention gegen Gefahrensituationen. Durch Übungen und Rollenspiele können für solche Szenarien angemessene Verhaltensweisen entwickelt werden.

Projekte sind lokal und kulturell realistischer angepasst und unterstützen gesellschaftliche Veränderungsprozesse nachhaltiger, wenn internationale Zivile aufgrund ihrer Alltagserfahrung die Bedürfnisse und Lebensrealität der Menschen im Partnerland kennen. Die Teilhabe am lokalen Leben unter Berücksichtigung kultureller Sensibilitäten kann die eigene Sicherheit erhöhen; Nähe und Offenheit bergen allerdings auch spezifische Risiken. Hier bedarf es einer sorgfältigen Analyse im Vorfeld der Projekttätigkeit im Ausland.

Im Rahmen des Trainings soll auch das Bewusstsein für persönliche Ressourcen geschärft werden, die selbst in schwierigen Situationen Entspannung, aber auch Kraft, Mut, Inspiration, Hoffnung etc. verleihen. So steigt die Lebensqualität, und man kann sich effektiver seinen Aufgaben zuwenden.

 

Zielgruppe

Das Training richtet sich an Menschen, die in zivilen Projekten in Krisenregionen tätig werden und sich mental und emotional darauf vorbereiten wollen. Es eignet sich auch für mitausreisende PartnerInnen.

 

Themenschwerpunkte

  • Für den Alltag ein sicheres Umfeld schaffen und Routinen entwickeln
  • Alltagskriminalität, Überfälle, Entführungen
  • Umgang mit Krisenplänen
  • Interkulturelle Rahmenbedingungen
  • Stress durch Klima, Umwelt, Naturkatastrophen
  • Persönliche Vorbereitung: Kommunikation, Papierkram, Gesundheit, Ernährung, etc.
  • Persönliches Ressourcenmanagement

 

Methodische Umsetzung

Kurze Inputs, Übungen, Rollenspiele sowie der kollegiale Austausch werden sich abwechseln. Durch Simulationen von Bedrohungsszenarien kann angemessenes Handeln reflektiert und einstudiert werden. Ziel ist die Erarbeitung eines persönlichen Sicherheits- und Ressourcenplanes, um die Erkenntnisse und Erfahrungen aus diesem Training an die individuellen Bedürfnisse und Rahmenbedingungen anzupassen.

 

Dozenten

CORNELIA BRINKMANN M.A., Erziehungswissenschaftlerin, Kauffrau und Organisationsentwicklerin, ist Geschäftsführerin von Steps for Peace und seit Jahren als friedenspolitische Beraterin und Trainerin zu Themen der Friedenskonsolidierung und Zivilen Konfliktbearbeitung mit Nichtregierungsorganisationen und staatlichen Trägern tätig. Sie initiierte und begleitete zahlreiche Projekte. Seit 2005 ist sie regelmäßig für unterschiedliche Auftraggeber in Afghanistan tätig und kennt das Sicherheitsthema daher aus eigener Erfahrung.

ROLF THIENEMANN ist Polizist, leitet seit Jahren Ausbildungsgruppen und arbeitete für die Vereinten Nationen im Peacekeeping in Post-Konfliktländern wie Bosnien Herzegowina und Kosovo. Er ist als Kon-fliktberater und Coach tätig und hat umfangreiche Erfahrung mit Sicherheitstrainings für EntwicklungshelferInnen.

 

Veranstalter: 
Steps for Peace Institut für Peacebuilding gGmbH
Veranstaltungsort
Name: 
Hotel am Schlachtensee
Straße: 
Kirchblick 5-7
Ort: 
14129 Berlin
Termin
von: 
Montag, 26. September 2011 - 9:00
bis: 
Freitag, 30. September 2011 - 17:30
Kosten: 
910,- Euro
Anmeldekontakt: 
Steps for Peace Institut für Peacebuilding gGmbH, Westfalenring 8c, 12207 Berlin, Tel. 030-755 19 733, Fax 030-755 19 812, info@steps-for-peace.org