Sinti, Roma und die Bilder in unseren Köpfen

Fortbildung beim Friedenskreis Halle

Sinti und Roma wurden über Jahrhunderte in Europa verfolgt und umgebracht. Auch heute noch werden Menschen, die sich selbst als Sinti oder Roma bezeichnen oder für solche gehalten werden, mit negativen Zuschreibungen belegt. Die Bilder, die in den Medien, in der Politik und in privaten Gesprächen verbreitet werden, prägen den Blick der Mehrheit auf die Minderheit. Demgegenüber wissen viele Menschen wenig über die (Verfolgungs-)Geschichte von Sinti und Roma und darüber, wie Menschen mit Sinti- oder Roma-Hintergrund heute leben. Das macht das Thema Antiromaismus zu einem wichtigen und bisher wenig bedachten Thema.

Die Fortbildung für MultiplikatorInnen des Globalen Lernen zum Thema Antiromaismus vermittelt sowohl Hintergrundwissen als auch Kenntnisse von Methoden, die sich für die Auseinandersetzung mit Antiromaismus eignen. Sie zeigt Möglichkeiten auf, Vorurteile bei sich und anderen zu hinterfragen: Wo kommen die Bilder in den Köpfen her? Was haben sie mit der Realität zu tun? Die spielerischen und erfahrungsorientierten Methoden eignen sich sowohl für die Arbeit mit Jugendlichen als auch mit Erwachsenen.

Ziel ist es zu vermitteln: Das Leben von Individuen ist oft vielfältiger und bunter, als kulturalisierende und ethnisierende Zuschreibungen es suggerieren.

Veranstalter: 
Referenten: 
Maria Wagner, Sarah Münch
Veranstaltungsort
Name: 
Felicitas-von-Selmenitz-Haus
Straße: 
Puschkinstraße 27
Ort: 
Halle
Anmeldefrist: 
Förderhinweise
Termin
von: 
Dienstag, 24. Oktober 2017 - 10:00
bis: 
Dienstag, 24. Oktober 2017 - 16:00
Kosten: 
20 Euro inkl. vegetarischem Mittagessen
Anmeldekontakt: 
Ulrike Eichstädt, Email: eichstaedt(at)friedenskreis-halle.de; Fax: 0345 27980711