Social Justice und Diversity

Unterschiedlichkeit (an)erkennen - Diskriminierung entgegenwirken – Training for Peace

Im Laufe der letzten 150 Jahre sind verschiedene gesellschaftliche Bewegungen entstandenen, die sich gegen Unterdrückungsmechanismen stark machen, die in etablierten und teils auch institutionalisierten ungleichen Machtstrukturen begründet sind. Der Diversity-Ansatz bietet diesen Bewegungen eine theoretische sowie praktische Möglichkeit, Synergien zu entwickeln, Energien zu bündeln und gemeinsame Ziele zu formulieren.

Social Justice ist eine Methode, die sich gezielt mit der Intersektionalität dieser verschiedenen Diskriminierungsformen wie Sexismus, Antisemitismus, Rassismus, Klassismus, Heteronormativität und anderer auseinandersetzt. Sie hängen untrennbar zusammen und werden nicht nur als ähnlich strukturiert betrachtet, sondern als sich gegenseitig stabilisierend.

Social Justice geht dabei dialogisch vor und legt den Schwerpunkt auf das Verständnis von unterschiedlichen Voraussetzungen und daraus resultierender (Ohn-)macht. Hierbei werden alle Diskriminierungsformen gleich ernst genommen mit dem Ziel, eine wertschätzende, dialogisch-akzeptierende und unterstützende Beziehung zu anderen Menschen aufzubauen und entsprechende Aktivitäten zur Umsetzung zu entwickeln und zu implementieren.
Inhalte:

  • Soziale Festlegungen von Individuen aufgrund von Zugehörigkeit zu Gruppen.
  • Sensibilisierung für herkunftsspezifische Selbst- und Fremdbilder und kulturspezifische Codes.
  • Bedeutung von Gleichberechtigung sozialer Gruppen.
  • Gleichstellungspolitik, Anti-Diskriminierungsgesetze, Fördermaßnahmen.

Lernziele:

  • 1. Sie werden sich über Ihre Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen und Ihr individuelles Diskriminierungspotential klar.
  • 2. Sie erkennen kultur- und gruppenspezifische Wahrnehmungen von sozialer (Un-) Gerechtigkeit.
  • 3. Sie begreifen die Auswirkungen gruppenbezogener Diskriminierung.
  • 4. Sie können dialogisch-akzeptierende Techniken und Haltungen aufbauen und Diskriminierung entgegenwirken.
  • 5. Sie identifizieren und berücksichtigen bei der Planung und Durchführung von Projekten Faktoren, die Ungleichheit hervorrufen.

Sprachliche Anforderungen: Um an diesem Training teilnehmen und sich angemessen vorbereiten zu können werden sehr gute deutsche Sprachkenntnisse benötigt. Sie müssen sich fließend ausdrücken können und dazu in der Lage sein, längere, anspruchsvolle Texte zu verstehen.
Zielgruppe: Personen mit relevanten praktischen Erfahrungen (insbesondere aus der Arbeit in Krisengebieten oder im Ausland) oder theoretischen Vorkenntnissen.

Dazu gehören bspw. Fachkräfte aus ZFD, EZ und verwandten Bereichen sowie Absolventen oder Studierende thematisch einschlägiger Aufbaustudiengänge.
Hinweis: Bei einer Buchung bis zu sechs Wochen vor Trainingsbeginn erhalten Sie einen Frühbucherrabatt. Bei einer Anmeldung später als zwei Wochen vor dem Beginn der Veranstaltung können die Veranstalter keine Übernachtung mehr für Sie organisieren.

Veranstalter: 
Akademie für Konflikttransformation im Forum Ziviler Friedensdienst e.V.
Referenten: 
N.N.
Kosten: 
Preis (inkl. Mittag- und Abendessen): 290,00 €; Frühbucherpreis: 250,00 €; Zusätzliche Kosten bei Übernachtung im Tagungshaus (pro Nacht inkl. Frühstück) 55,00 €
Anmeldekontakt: 
Akademie für Konflikttransformation im Forum Ziviler Friedensdienst e.V., Wesselstraße 12, 53113 Bonn, Tel.: 0228 850296-70, Fax: 0228 850296-99, eMail: akademie@forumZFD.de