Sudan nach dem Referendum

Podiumsdiskussion in Hamburg

Zur Lage im Sudan

Das Jahr 2011 wird ein entscheidendes Jahr für die Zukunft des Sudan und damit auch für die politische Stabilität in Zentralafrika: Im Januar fand das Referendum statt, das nach den Bestimmungen des Umfassen-den Friedensabkommens (Comprehensive Peace Agreement – CPA) von 2005 über Einheit oder Teilung des größten Landes Afrikas entscheiden soll. Obwohl der Geist des CPA eigentlich auf eine fortdauernde Einheit mit gleichberechtigten Landesteilen zielt, wird es nach dem Willen der allermeisten Südsudanesen zu einer Spaltung kommen.

Doch damit ist nur der künftige Rahmen gesetzt, keineswegs sind die Probleme gelöst: Was wird aus der Herrschaft des Staatspräsidenten al-Bashir im Norden, auf den zwei internationale Haftbefehle ausgeschrie-ben sind? Wird dieser Landesteil einen regime change vollziehen? Kann der wirtschaftlich unterentwickelte Süden zu einem funktionierenden, halbwegs demokratischen Staat reifen? Und welche Lösung zeichnet sich für die gegenwärtig noch ungeregelten Fragen ab, wie die Zukunft der Abyei-Region oder den Grenzverlauf in Süd-Kordofan? Wie weiter in Darfur, wo die Spannungen zunehmen, während der Doha-Prozess schwächelt? Wie soll, wie kann die internationale Gemeinschaft auf das Ergebnis des Referendums reagieren?

Veranstalter: 
Der Verein der Freunde, Förderer und ehemaligen Teilnehmer des Studiengangs Master of Peace and Security Studies (M.P.S.), das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) und das German Institute of Global and Area Studies/ Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien (GIGA)
Referenten: 
Elke Grawert, Andreas Mehler, Peter Schumann, Armin Wagner
Termin
von: 
Mittwoch, 23. Februar 2011 - 18:00
bis: 
Mittwoch, 23. Februar 2011 - 18:00
Anmeldekontakt: 
Anmeldung bis zum 22. Februar 2011 per Mail erbeten an bund(at)ifsh.de