Umgang mit Umwelt- und Ressourcenkonflikten auf kommunaler Ebene

Seminar am Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Veranstaltungstyp: 
Fortbildungen und Trainings

Die Nutzung natürlicher Ressourcen und die Konkurrenzen um knappe Ressourcen wie Frischwasser, Land und Rohstoffe steigen weltweit. Gleichzeitig nehmen damit globale Umweltprobleme wie Klimawandel und Bodendegradierung zu. Selten oder nie sind natürliche Ressourcen der einzige Grund für politische Spannungen und gewaltsame Auseinandersetzungen. Politische und historische Zusammenhänge sind vielschichtig.

Auf der globalen Ebene wird versucht, den Veränderungen und Konflikten mit politischen Interventionen, z.B. mit Klima- und Umweltabkommen zu begegnen, auf nationaler Ebene in vielen Ländern mit Gesetzen und Regularien. Auf kommunaler Ebene ergeben sich auch viele Konflikte, oder bestehende soziale Konflikte verschärfen sich. Unter diesem Druck ist es schwieriger, bei Eingriffen von außen (z.B. Rohstoffabbau, großflächige industrialisierte Landwirtschaft) gemeinsam die eigenen Rechte zu vertreten. So gewinnt auch auf der lokalen Ebene der aktive Umgang mit Ressourcenkonflikten an Bedeutung.

In dem Seminar analysieren wir die verschiedenen Ebenen und die jeweils adäquaten Interventionen an Hand von Beispielen aus Peru, Sierra Leone und Deutschland. Bei den praktischen Übungen konzentrieren wir uns auf die Möglichkeiten der Konfliktbearbeitung auf lokaler Ebene. Die Teilnehmenden lernen Konzepte des Konfliktmanagements und verschiedene Verfahrensweisen kennen und erarbeiten in praktischen Übungen und Rollenspielen mögliche Handlungsspielräume.

Kerstin Kastenholz ist Mediatorin, Trainerin und Diplom Geografin.
Sechs Jahre war sie als Beraterin der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Peru und in Kambodscha. 2014 - 2016 arbeitete sie als Beraterin in der staatlichen Ombudsbehörde zu sozialen und Ressourcenkonflikten in Peru. Zwischen 2010 und 2014 arbeitete sie als Trainerin und Dozentin in Deutschland, Peru und Kambodscha. Ihre fachlichen Schwerpunkte sind: Konfliktmanagement, Psychodrama, gewaltfreie Kommunikation und Vergangenheitsbearbeitung. Heute lebt sie in Berlin und Ayacucho/Peru.

Juliane Westphal ist Mediatorin M.A., interkulturelle Trainerin (dgikt), freie Dozentin und Open Space Begleiterin. Seit 2001 ist sie regelmäßig in Westafrika tätig. 2017 hat sie einen Bürgerbeteiligungsprozess in Berlin begleitet. Ihre fachlichen Schwerpunkte sind: Konfliktmanagement, gewaltfreie- und interkulturelle Kommunikation und Großgruppenbegleitung. Als freie Trainerin arbeitet sie u.a. für die GIZ in der Akademie für internationale Zusammenarbeit (AIZ) in Bad Honnef, Brot für die Welt, Universität Hannover und Mediation in Diversity.

Veranstalter: 
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Referenten: 
Veranstaltungsort
Name: 
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Straße: 
Sebastianstr. 21
Ort: 
10179 Berlin
Anmeldefrist: 
01.06.2018
Förderhinweise
Termin
von: 
Freitag, 1. Juni 2018 - 15:30
bis: 
Sonntag, 3. Juni 2018 - 13:30
Kosten: 
Anmeldekontakt: