Wut zur Versöhnung

Systemische und therapeutische Methoden in der praktischen Konfliktbearbeitung. Tagung der Evangelischen Akademie im Rheinland in Kooperation mit der Akademie für Konflikttransformation

Die Bundesregierung hat durch die Annahme des Aktionsplans Zivile Krisenprävention im Jahre 2004 der gewaltfreien Bearbeitung von politischen Konflikten grundsätzlich den Vorzug vor dem Einsatz militärischer Mittel gegeben. Auch wenn die Umsetzung an politische Grenzen stößt, so ist durch den praktischen Einsatz sogenannter Friedensfachkräfte in Krisengebieten ein der klassischen Entwicklungshilfe gleichgestelltes Arbeitsfeld der Friedensarbeit entstanden, das auch international auf Zustimmung stößt. Die Einsätze der Friedensfachkräfte gestalten sich vielfältig und sie bedürfen besonderer Qualifikationen, die Einfühlungsvermögen und Landeskenntnisse, aber auch therapeutische und mediative Kenntnisse mit einschließen.  Die Tagung möchte der Frage nachgehen, inwieweit therapeutische und besonders systemisch-integrative Verfahren bei der Bearbeitung von politischen Großgruppenkonflikten hilfreich und unterstützend sind. Dabei bezieht sie sich auf in den vergangenen Jahren gesammelte erste Erfahrungen in verschiedenen Krisengebieten. Diese Pilotprojekte bezogen sowohl soziale, kulturelle als auch psychologische und spirituelle Aspekte mit ein und machen zumindest deutlich, dass Versöhnung möglich ist. Ob und wie diese Erfahrungen in der weiteren praktischen Konfliktbearbeitung von Nutzen sein können und welche Grenzen ihnen gesetzt sind, soll auf der Tagung geklärt werden.

 

Tagungsnummer: 38/2011. Bitte bei Ihrer Anmeldung angeben!

Referenten: 
N.N.
Termin
von: 
Freitag, 7. Oktober 2011 (Ganztägig)
bis: 
Samstag, 8. Oktober 2011 (Ganztägig)
Kosten: 
k.A.
Anmeldekontakt: 
Thorgit Stephan, thorgit.stephan@akademie.ekir.de, Tel.: +49/(0)228/9523-205 (Mo – Fr 8.30 – 12.30 Uhr)