In Zeiten erodierender Sicherheit Wie lässt sich die europäische Rüstungskontrolle retten?

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum
Veranstaltungstyp: 
Fachtagungen und Konferenzen

Wie kann die konventionelle Rüstungskontrolle in Europa reaktiviert werden? Die internationale Tagung mit Expertinnen und Experten aus der EU, Russland und den USA nimmt diese zentrale Frage in den Fokus.

Die Rüstungskontrolle in Europa ist in der Krise. Seit den frühen 2000er Jahren sind wichtige Übereinkommen zur Überwachung und Begrenzung von konventionellen Waffensystemen – wie Panzer, schwere Artillerie oder Kampfflugzeuge – zunehmend erodiert oder sogar vollkommen hinfällig geworden. Anstrengungen, den Verfall dieser wichtigen Stütze der europäischen kollektiven Sicherheitsarchitektur aufzuhalten oder gar abzuwenden, wurden nur halbherzig verfolgt und blieben bisher ohne große Wirkung. Spätestens seit Beginn der Ukrainekrise im Frühjahr 2014 und den sich zunehmend verschlechternden Beziehungen zwischen dem Westen und Russland wurde das Fehlen eines effektiven Systems der Rüstungskontrolle besonders offensichtlich. Angesichts verstärkter Truppenstationierungen an den Grenzen Osteuropas, des sprunghaften Anstiegs von groß angelegten Manövern und sich abzeichnender Aufrüstungstrends in ganz Europa, sind Bemühungen zur Wiederbelebung der konventionellen Rüstungskontrolle dringend geboten.

Vor diesem Hintergrund beleuchtet die Tagung insbeson­dere folgende Aspekte:

• Die Ursachen und Symptome der gegenwärtigen Si­cherheitskrise in Europa

• Innovative Ideen zur Wiederbelebung der konventio­nellen Rüstungskontrolle sowie deren Realisierbarkeit

• Neue Partner und Foren für zukünftige Debatten über einen Neustart der Rüstungskontrolle in Europa

Programm
Anmeldung

Veranstalter: 
in Kooperation mit der Friedrich Ebert Stiftung, Regionalbüro Wien
Termin
von: 
Mittwoch, 13. Juni 2018 - 13:30
bis: 
Freitag, 15. Juni 2018 - 12:30