Zivile Konfliktbearbeitung und Prävention in Afrika

Möglichkeiten und Mittel deutscher EZ – Tipp für den Raum Berlin

Die Society for International Development – Berlin Chapter und die Initiative Südliches Afrika (INISA) möchten Sie recht herzlich zum nächsten Berliner Afrikakreis einladen.

Die zivile Konfliktbearbeitung spielt in der deutschen Aussenpolitik gegenüber den Instrumenten der militärischen Konfliktbearbeitung nach wie vor eine untergeordnete Rolle. Dieses Missverhältnis ist deutlich an den Ausgaben zu sehen, die für die Befriedung und den Wiederaufbau etwa in Afghanistan bereitstehen. Für Maßnahmen der zivilen Konfliktbearbeitung und -prävention steht nur ein Bruchteil der Mittel zur Verfügung, die für militärische Operationen ausgegeben werden. Zivile Konflikt- und Krisenprävention, traditionell ein Themenfeld der Entwicklungspolitik, spielt aber im Zuge der zunehmenden Politikfeldintegration insbesondere zwischen Aussen-, Sicherheits-, Entwicklungs- und Umweltpolitik, eine zunehmend bedeutendere Rolle. Dies ist nicht zuletzt an dem vor 6 Jahren von der deutschen Bundesregierung beschlossenen Aktionsplan „Zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung" zu sehen.
Die Ansätze und Instrumente der zivilen Konflikt- und Krisenprävention sind vielfältig und gehen in der Praxis häufig mit den Konzepten und Instrumenten der Armutsbekämpfung ineinander über. So stellt sich, genau wie bei Maßnahmen zur Armutsbekämpfung, die klassische Frage nach der Effektivität und den Wirkungen der Ansätze und Instrumente der zivilen Krisenprävention und Konfliktlösung, etwa des Ansatzes des Zivilen Friedensdienstes (ZFD). Wir wollen uns an diesem Abend unter anderem mit folgenden Fragen beschäftigen:

  • Welche wesentlichen Instrumente und Mittel deutscher Internationaler- und Entwicklungszusammenarbeit zur Krisenprävention und Konfliktbearbeitung in Afrika gibt es?
  • Welche Ergebnisse und Erkenntnisse hat der 2010 erschienene, dritte Bericht der Bundesregierung über die Umsetzung des Aktionsplans „Zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung“ hervorgebracht?
  • Welche Wirkungen der Ansätze und Instrumente können festgestellt werden?
  • Wie konflikt- und krisensensibel ist die deutsche internationale -und Entwicklungszusammenarbeit in den letzten Jahren geworden? Was sind die lessons learnt aus 10 Jahren ZFD?

Diskutanten:
Joachim Spatz (MdB, FDP-Bundestagsfraktion, Vorsitzender des Unterausschusses für Zivile Krisenprävention und vernetzte Sicherheit)
Gerd Scheuerpflug (ehemaliger DED-Koordinator des Zivilen Friedensdienst in Ruanda)
Moderation: Hannes Lambrecht (SID-Berlin)

Veranstalter: 
Society for International Development – Berlin Chapter und die Initiative Südliches Afrika (INISA)
Referenten: 
Hannes Lambrecht, Gerd Scheuerpflug, Joachim Spatz
Termin
von: 
Mittwoch, 15. Dezember 2010 - 15:00
bis: 
Mittwoch, 15. Dezember 2010 - 15:00