Zwischen(t)räume – Transkontinentale Migration nach den Umbrüchen in Nordafrika

Internationale Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit zitty und taz
Veranstaltungstyp: 
Fachtagungen und Konferenzen

Gebannt schaute die Welt Anfang 2011 auf Nordafrika. Doch die mediale Euphorie wurde bald von Meldungen über „Flüchtlingsströme“ aus Libyen und Tunesien und überfüllte Flüchtlingslager auf Lampedusa begleitet. Sommer für Sommer brechen Menschen aus Subsahara- und Nordafrika nach Europa auf. Doch die europäischen Mitgliedsstaaten hatten es mithilfe einer wirkungsvollen Mischung aus eigenen Mitteln und funktionierender Kooperation mit autoritären Regimen Nordafrikas geschafft, seine südlichen Grenzen immer unüberwindbarer zu machen.

 

Nun steht diese Praxis vor einer Zäsur. Kann es zu einer Neuausrichtung – einem „New Deal rund ums Mittelmeer“ - kommen? Wie positionieren sich die neuen nordafrikanischen Eliten? Die Heinrich-Böll-Stiftung möchte sich diesen Fragen widmen. Die beteiligten Künstler/innen, Aktivist/innen und Wissenschaftler/innen aus Nord- und Subsahara-Afrika und Europa setzen Akzente, indem sie ihre Erfahrungen, Hoffnungen und Ideen während und nach den Umbrüchen sichtbar und hörbar machen. Sie eröffnen Zwischenräume; visuell, narrativ und diskursiv.

 

Programm und Anmeldung

Veranstalter: 
in Kooperation mit zitty und taz
Referenten: 
Prof. Mehdi Mabrouk – Kulturminister, Tunesien (angefragt), Prof. Ibrahim Awad –Zentrum für Studien zur Migration und Flüchtlingen, American University in Cairo, Ägypten; Prof. Hana el-Gallal –Libysches Zentrum für Entwicklung und Menschenrechte, Libyen; Fabien Didier Yene – Schriftsteller, Association de Développement et de Sensibilisation des Camerounais Migrants au Maghreb, Kamerun/Marokko u.a.
Anmeldefrist: 
18. April 2012
Termin
von: 
Donnerstag, 24. Mai 2012 - 9:00
bis: 
Donnerstag, 24. Mai 2012 - 22:00